Clubkino

Heute läuft als erster Film für dieses Semester die schwarze Komödie "Silentium" (Öst/2004) um 19.30 Uhr im ZHG 011. Wer schon sich bei "Komm, süßer Tod" seinen Spaß hatte, sollte "Silentium" nicht verpassen.

Das restliche Semesterprogramm:

31.10.2005 Der Tag Als Bobby Ewing Starb
07.11.2005 Willenbrock
14.11.2005 Collateral (OmU)
21.11.2005 Verschwörung Im Berlin-Express
28.11.2005 Basta - Rotwein Oder Tot Sein
05.12.2005 M - Eine Stadt Sucht Einen Mörder
12.12.2005 Schildkröten Können Fliegen (OmU)
09.01.2006 Weltverbesserungsmaßnahmen
16.01.2006 Maria Voll Der Gnade
23.01.2006 Keine Lieder Über Liebe
30.01.2006 Following

Alle Filme laufen im ZHG 011 um jeweils 19.30 Uhr. Wir wünschen gute Unterhaltung.
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Kommentare

  • Hm, damit willst Du uns aus unserer Ferienwohnanlage locken? :?
    Also da muß noch mehr kommen... :lol:
  • tkarste schrieb:
    Hm, damit willst Du uns aus unserer Ferienwohnanlage locken? :?
    Also da muß noch mehr kommen... :lol:

    Wenn du vielleicht nett fragst, bekommst du ein Bier von ihm. :P
  • Das würde dem ganzen schon einen anderen Glanz verleihen...
    Nur eins?! :?
    Eins Kiste? :roll:
  • Das würde dem ganzen schon einen anderen Glanz verleihen...
    Nur eins?! :?
    Eins Kiste? :roll:
  • Oh, da war ich wohl etwas übereifrig...
  • schnell-spamer
  • Auf der Höhe der Zeit vielleicht...
    Oder noch nicht fertig für heute.
  • Und es kommt noch mehr:

    Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 "Der Tag als Bobby Ewing starb"

    incl. Freibierverlosung. Wir wünschen viel Spaß!

    Ansonsten suchen wir Mitglieder. Wer lust hat aktiv ein Filmprogramm zu gestalten, (35mm-)Filme vorzuführen, sollte uns einfach vor oder nach den Film ansprechen.
  • gambit schrieb:
    incl. Freibierverlosung

    .. incl. Freibier zur Verlosung :lol: oder doch nur zur Verlosung von Freibier :roll: ?
  • bearbeitet November 2005
    eine Freibierverlosung ist eine Verlosung von Freibier.

    ich glaube aber auch ohne Freibier in erhöhten Mengen ist "Der Tag als Bobby Ewing starb" großartiges deutsches Kino. :wink:
  • Heute läuft bei uns im ZHG 011 um 19.30 Uhr die dt-östr. Komödie "Basta - Rotwein oder totsein" u.a. Moritz Bleibtreu.
  • Heute abend um 19.30 Uhr zeigen wir im ZHG 011 den deutschen Filmklassiker "M- Eine Stadt sucht einen Mörder".
  • Heute läuft bei uns um 19.30 Uhr im ZHG 011 "Weltverbesserungsmaßnahmen". Der ultimative Film für ein neues Deutschland.
  • Bei uns laufen bessere Filme.
  • jstamme schrieb:
    Bei uns laufen bessere Filme.
    Eike sieh es doch mal so: Konkurrenz belebt das Geschäft!
  • Ich habe nichts gegen Konkurrenz.

    Ich habe lediglich gesagt, dass unsere Filme besser sind.
    Aber von mir aus könnt ihr heute abend gerne alle Ins Clubkino gehen.
    Dann haben wir wenigstens mal nicht so viel zu tun, können die Filme genießen und zeitig Feierabend machen. :roll:
    *träum*

    bis denne dann

    Eike
  • Heute starten wir in ein neues Semester. Der Termin bleibt derselbe: jeweils montags 19.30 Uhr im ZHG 011. Heute läuft zum Start "Wallace und Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen".

    Die weiteren Termine:

    08.05. Caché
    15.05. Wie Im Himmel
    22.05. Der Ewige Gärtner
    29.05. Die Spur Der Steine
    12.06. Tim Burton's "Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche"
    19.06. Brokeback Mountain
    26.06. The Man Who Copied (OmU)
    03.07. Der Rote Kakadu
    10.07. Sommer vor 'm Balkon
    17.07. Die Reise Der Pinguine

    Wer lust hat bei uns mit zu machen, einfach vor oder nach der Vorstellung bei uns melden.
  • Schade... Ich kann heute aus bekannten Gründen leider nicht in das Clubkino kommen :cry:
  • Nicht vergessen: Heute läuft um 19.30 Uhr im ZHG 011 "Caché" von Michael Haneke (Funny Games, Die Klavierspielerin)
  • Na dann viel Spaß dabei.
    Bei der Filmauswahl bleibt mir keine Wahl, -ich bleibe!
  • Nicht vergessen: Heute läuft um 19.30 Uhr "Wie Im Himmel" (SWE 2004). Höchstwahrscheinlich und ausnahmsweise im ZHG 010.
  • doch, hab ich vergessen und ist auch gut so
  • Nicht vergessen: Heute um 19.30 Uhr läuft im ZHG 011 "Spur der Steine"

    DDR, 1966; Regie: Frank Beyer; Darsteller: Manfred Krug, Krystyna Stypulskowska, Eberhard Esche, Johannes Wieke; Länge: 129 Minuten

    Die Ingenieurin Kati wird zu einer abgelegenen Großbaustelle geschickt. Dort soll ein Industrie-Kombinat entstehen, doch es herrscht das blanke Chaos. Nichts geht voran, vor allem die Materiallieferungen kommen verspätet oder gar nicht an. Einzig die „Brigade Balla“ kann sich in Wildwest-Manier auf verschlungenen Wegen die kostbaren Baustoffe sichern und glänzt deshalb mit vorbildlichen Arbeitsleistungen. Gleichzeitig sind die anarchistischen Methoden des „Helden der Arbeit“ Balla den Organisatoren der Partei ein Dorn im Auge. Die Spannungen zwischen dem Parteisekretär Horrath und Balla verschärfen sich, als sich beide in Kati verlieben. Und dann wird Kati vom verheirateten Horrath schwanger, was die Situation endgültig eskalieren lässt.
    „Spur der Steine“ hatte in den DDR-Kinos kein langes Leben; er wurde schon wenige Wochen nach seiner Premiere wieder aus den Filmtheatern verbannt. Der SED, die ihrem bis 1965 andauernden Schmusekurs gegenüber Kunst und Kultur wieder abgeschworen hatte, war der Film viel zu gewagt, provokant und wirklichkeitsgetreu. Erst 1989 erlebte der Film eine fulminante „Zweit-Premiere“. Gerade im Licht der Wiedervereinigung zeigte er die Aktualität seines Themas. Der Film erzählt von Menschen, die selbstbestimmt und kritisch zwischen Richtig und Falsch unterscheiden, die das wahre Leben gegen die Ideologie (und das hohle Pathos der SED) stellen. 1966 verbannte die Parteiführung „Spur der Steine“ deshalb in den Archiv-Keller und brachte die Bevölkerung um einen der besten jemals gedrehten Defa-Filme. Heute ist „Spur der Steine“ ein Klassiker des deutschen Kinos.
  • Nicht vergessen, trotz WM läuft heute um 19.30 Uhr im ZHG 011 Tim Burton`s "Corpse Bride".
  • Heute um 19.30 Uhr bitten wir zum Rodeo. Das Clubkino präsentiert im ZHG 011 das Cowboy-Drama "Brokeback Mountain".
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 "Der rote Kakadu".

    Deutschland 2005; Regie: Dominik Graf; Darsteller: Jessica Schwarz, Max Riemelt, Ronald Zehrfeld, Ingeborg Westphal; Länge: 128 Minuten

    Dresden 1961, nur wenige Monate vor dem Mauerbau. Siggi, ein junger Kunststudent, eckt sofort an, weil er lieber abgegessene Gänse-Gerippe als das Dresdner Schloß abzeichnen möchte. Durch Zufall gerät er in eine Rock’n’Roll-Party unter freiem Himmel, die prompt von der Volkspolizei brutal aufgelöst wird. Bei der wilden Flucht vor den Fängern der Vopo lernt Siggi Wolle und Luise kennen – und den Ort, wo sich die Rock’n’Roll-Szene Dresdens trifft: Der „Rote Kakadu“. Hier wird, verpönt, doch noch erlaubt, zu „unmoralischer Westmusik“ getanzt; und die Vorstöße des örtlichen Parteibonzen, „saubere und gepflegte“ östliche Klänge dagegen aufzuspielen, enden im Eklat. Nun ist die Stasi mit allen Mitteln hinter den Jugendlichen her.
    Grafs Film ist ein faszinierender und bedrückender Rückblick auf ein autoritär-diktatorisches Regime, das selbst die harmlosesten Vergnügungen „seiner“ Menschen nicht duldete, wenn sie ihm nicht in den Kram passten. Von der Grundkonstellation etwas ähnlich wie „Sonnenallee“, verzichtet „Der Rote Kakadu“ aber völlig auf Ostalgie. Trotz einiger lustiger und skurriler Szenen wird hier nichts verharmlost; die Trostlosigkeit, Lieblosigkeit und der damals schon allgegenwärtige Überwachungsapparat des DDR-Regimes werden schmerzhaft deutlich gezeigt.
    „Der Rote Kakadu“ ist die Geschichte von Menschen, die einfach nur individuell, privat und menschlich sein wollen – und von der Staatsmacht mit allen Mitteln daran gehindert werden. Der Film ist ein ebenso liebevoll ausgearbeitetes wie kritisches Portrait einer Generation, der schon nach kurzer Zeit das Vertrauen in ihren noch jungen Staat zerstört wurde – und durch hervorragende Darsteller und tollen Soundtrack ein großes Kino-Erlebnis.
  • Fährt da überhaupt jemand von hier obe hin, um diese Filme zu sehen? :roll:
  • Na selbst wenn...würde sich derjenige doch sicher nicht hier im Forum outen:-)
  • bearbeitet Juli 2006
    Innocence schrieb:
    Na selbst wenn...würde sich derjenige doch sicher nicht hier im Forum outen:-)

    Ok, das habe ich natürlich nicht bedacht. Wollen wir ne anonyme Abstimmung machen? :lol:
  • jaa und von den netzwerkos zurückverfolgen lassen...
  • Innocence schrieb:
    jaa und von den netzwerkos zurückverfolgen lassen...
    Du hast aber böse Hintergedanken. Klingt ja, als gäbe es hier nur Verschwörungen und Intrigen. :roll:
    Aber gut, müssen wir ja auch nicht machen.
  • 23.10.2006 Komm näher
    30.10.2006 Bin Jip - Leere Häuser
    06.11.2006 Lemming
    13.11.2006 A History of Violence
    20.11.2006 Dr. Seltsam (OmU)
    27.11.2006 Urlaub vom Leben
    04.12.2006 Das Schloss im Himmel
    11.12.2006 Das Leben ist ein Wunder
    18.12.2006 Bad Santa
    15.01.2006 Das Leben der Anderen
    22.01.2007 Der Tintenfisch und der Wal
    29.01.2007 Volver (OmU)

    Alle Filme laufen wieder montags um 19.30 Uhr im ZHG 011
  • Als erster Film in diesen Semester zeigen wir heute "Komm näher" um 19.30 Uhr im ZHG 011

    D 2006; Regie: Vanessa Jopp; Darsteller: Meret Becker, Stefanie Stappenbeck, Heidrun Bartholomäus, Marek Harloff, Jana Pallaske, Fritz Roth; Länge: 97 Minuten

    Johanna hat das Alleinsein satt; außer ihrer Arbeit als Putzfrau und Dauerstreit mit ihrer pubertierenden Tochter gibt es nicht mehr viel in ihrem Leben. Über eine Annonce lernt sie den – nicht gerade attraktiven – Taxifahrer Andi kennen. Das erste Treffen der beiden schrammt an einer Katastrophe vorbei, doch das Wunder geschieht: zwischen Johanna und Andi entwickelt sich Zuneigung – oder vielleicht sogar Liebe?
    Gleichzeitig stolpert Mathilde von Job zu Job, nirgends hält sie es lange aus, weil ihre Macken und Ängste ihr immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Schließlich landet sie in einer Würstchenbude, doch auch dieser Job scheint ihr nicht wirklich zu gelingen. Kann die Freundschaft ausgerechnet zu einem Polizisten ihr weiterhelfen?
    Währenddessen rackert sich die aufstrebende Architektin Ali für einen Großauftrag ab und merkt dabei nicht, dass sie dabei ist, Mann und Kind zu verlieren…
    Vor der Kulisse eines eiskalten Berlin erzählt Vanessa Jopp (Vergiß Amerika) von der verzweifelten Suche der Menschen nach ein bisschen Lebensglück und Erfüllung. Dabei ist ihr Film trotz der hoffnungslosen Ausgangssituation ihrer Protagonisten keineswegs nur traurig, sondern überrascht auch durch leisen, melancholischen Humor und die Hoffnung, dass zumindest einige der Alltagshelden etwas Glück erhaschen.
  • Zu viel Text!
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 "Bin Jip – Leere Häuser"

    Südkorea 2004; Drehbuch u. Regie: Kim Ki-Duk; Darsteller: Seung-Yeon Lee, Hyun-Kyoon Lee, Hyuk-Ho Kwon; Länge: 88 Minuten
    Der Film „Bin-Jip – leere Häuser“ handelt von einem jungen Mann, der von Haus zu Haus zieht und überall für ein paar Tage wohnt. Die Hausbesitzer aber wissen davon nichts, denn sie sind im Urlaub oder auf Geschäftsreise. Der junge Mann ist kein Einbrecher, er übernachtet nur für kurze Zeit und macht sich, gleich einem Heinzelmännchen, ein wenig nützlich, indem er z.B. putzt und die Wäsche bügelt.
    Eines Tages jedoch trifft er in einem der von ihm besuchten Häuser eine junge Frau, die aus ihrer unglücklichen Ehe ausbrechen will.
    Kim Ki-Duk hat mit „Bin-Jip“ erneut ein Meisterwerk des koreanischen Kinos geschaffen. Der Film ist geprägt von einer ruhigen, beinahe meditativen Spannung; die wenigen Worte, die die Charaktere im Film machen, werden von der gewaltigen Bildsprache mehr als ausgeglichen. Der Regisseur ist nach seinem Überraschungserfolg Frühling, Sommer, Herbst, Winter …und Frühling von den Medien zwar beachtet und von den Kritikern gelobt worden, in den Kinos bekam sein Werk aber leider wenig Beachtung. Umso mehr freuen wir uns, Euch mit „Bin-Jip“ einen Film von Kim Ki-Duk präsentieren zu können.
  • Heute läuft bei uns um 19.30 Uhr im ZHG 011 der französiche Film "Lemming"


    F 2005; Drehbuch u. Regie: Dominik Moll; Darsteller: Laurent Lucas, Charlotte Gainsbourg, Charlotte Rampling, André Dussolier; Länge: 129 Minuten
    Der junge, erfolgreiche Ingenieur Alain Getty und seine junge Frau Bénédicte, die arbeitslos im frisch bezogenen Heim als Hausfrau lebt, sind glücklich und schauen frohgemut in ihre gemeinsame Zukunft. Eines Tages jedoch ist das Abflussrohr der Küchenspüle verstopft. Die ebenso überraschende wie unerklärliche Ursache hierfür ist lemmus lemmus, der Berglemming, der ausschließlich in den nördlichen Breiten Skandinaviens lebt, und im Abflussrohr feststeckt.
    Ausgehend von diesem putzigen Nager beginnt nun eine Verkettung verquerer Ereignisse, das unbeschwerte Leben von Alain und Bénédicte durcheinander zu bringen. Wo Dominik Moll es in seinem Vorgänger Harry meint es gut mit Dir noch offensichtlich auf eine schwarze Komödie anlegte, wendet sich „Lemming“ zügig ins dramatisch-tragische. Moll bedient sich stellenweise bei grundsätzlichen Motiven des Horror- und Thriller-Genres, zitiert andererseits aber auch konkret aus der Filmgeschichte. Beides tut er wohl kalkuliert und mit Bedacht, und schafft so eine beklemmende Atmosphäre, in der Realität und Fiktion verschwimmen. Der Film erinnert phasenweise an Kubricks Eyes Wide Shut und an die alptraumhaften Werke von David Lynch, aber bei allen Vergleichen bleibt Dominik Molls eigene Handschrift doch immer klar erkennbar. So steuert er seinen „Lemming“ zielsicher zum großen Finale… Unbedingt sehenswert!
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 David Cronenberg`s "A History of Violence" mit Viggo Mortensen und Ed Harris in den Hauptrollen.

    USA 2005; Regie: David Cronenberg; Darsteller: Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris, William Hurt; Länge: 96 Minuten

    Tom Stall ist glücklich verheiratet und hat zwei gesunde Kinder. Er lebt in einer amerikanischen Kleinstadt und betreibt dort ein kleines Restaurant. Als aber zwei Gewaltverbrecher versuchen, sein Café auszurauben und eine Angestellte zu vergewaltigen, reagiert Tom anders als erwartet: Er entwaffnet und tötet die Verbrecher ohne mit der Wimper zu zucken. Die Medien machen ihn zum Helden und verbreiten seine Geschichte in den nationalen Nachrichten. Es dauert nicht lange, bis ein geheimnisvoller Mann in einem schwarzen Anzug auftritt, der behauptet, Tom gut zu kennen. Scheinbar hat Tom eine Vergangenheit … eine Vergangenheit voller Gewalt.
    Die nun eintretende Verwirrung über die Vergangenheit des Helden und die stückweise Klärung der rätselhaften Ereignisse ist zwar tragender Bestandteil der Handlung, jedoch hat „A History of Violence“ mit Filmen wie Die Bourne-Identität kaum etwas gemeinsam. Denn Cronenberg inszeniert in seinem Film in erster Linie die Gewalt, der Titel des Films ist dabei Programm. Analytisch kalt lässt Cronenberg die Gewalt in das beschauliche Leben des Tom Stall und seiner Familie eindringen, bis ins kleinste Detail verändern sich die Menschen und ihr Leben. Das ausgefeilte Drehbuch wird von Cronenberg meisterlich inszeniert und von den hervorragenden schauspielerischen Leistungen getragen.
  • Heute läuft bei uns um 19.30 Uhr im ZHG 011 Stanley Kubrick`s "Dr. Seltsam"

    USA 1964; Drehbuch und Regie: Stanley Kubrick; Darsteller: Peter Sellers, George C. Scott, Sterling Hayden, Slim Pickens, Peter Bull; Länge: 93 Minuten

    Inhalt: Amerika, mitten im Kalten Krieg. Der General Jack D. Ripper befiehlt seinen Fliegerstaffeln, die Sowjetunion anzugreifen. Dies ist zwar nur dem Präsidenten erlaubt, doch Ripper ist der festen Überzeugung, die Russen würden das Trinkwasser der USA vergiften. Die Begründung ist für ihn die Tatsache, daß die Russen nur Wodka trinken. Währenddessen trifft sich der übergangene Präsident mit der Militärführung im „War Room“, um den drohenden Angriff und, noch wichtiger, den folgenden Gegenangriff der Sowjetunion abzuwenden. Dies gestaltet sich umso schwieriger, da der sowjetische Präsident gerade betrunken bei einem Schäferstündchen weilt. Zwar gelingt es letztendlich das Signal zur Rückkehr an die Flugzeuge zu schicken, doch das Flugzeug von Major T.J. „King“ Kong kann dieses wegen eines zerstörten Funkgerätes nicht empfangen...
    Mit „Dr. Seltsam“ gelang Stanley Kubrick ein wirkliches Meisterwerk. Es gibt wohl wenige Regisseure, die es schaffen, die Schrecken der totalen Vernichtung in einer Komödie zu verarbeiten. Allen voran ist dies Peter Sellers in seinen drei Rollen zu verdanken: Als britischer General, der Ripper von seinen Vorhaben abzubringen versucht, allerdings an seiner eigenen Ängstlichkeit scheitert; als überforderter Präsident; und schließlich als der titelgebende Dr. Seltsam, ein alter Nazi-Wissenschaftler, der den Präsidenten mit „Mein Führer“ anredet und dessen rechter Arm ein merkwürdiges Eigenleben führt.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 der Miyazaki-Film "Das Schloss im Himmel" als Göttinger Erstaufführung.

    Japan 1986; Drehbuch u. Regie: Hayao Miyazaki; Länge: 124 Minuten

    Der Titel dieses Filmes erinnert an die deutsche Übersetzung des Titels von Hayao Miyazakis letztem Film, Das wandelnde Schloss, hat mit diesem aber nur eine Gemeinsamkeit: Es handelt sich in beiden Fällen um ein Meisterwerk des besten lebenden Zeichentrickregisseurs.
    In diesem Film trifft der junge Ingenieur Pazu das Mädchen Sheeta, welches er vor der Verfolgung durch Piraten und Soldaten rettet. Sheeta hat eine geheimnisvolle Herkunft aus einer mythischen Zivilisation, die in eben jenem Schloss im Himmel lebt. Die Piraten suchen scheinbar nach den Reichtümern von Sheetas Volk, während die Armee die wundersamen Fähigkeiten Sheetas mit offensichtlichen Zielen nutzen will. Es beginnt eine wilde Jagd in den Lüften, die durch eine einzigartige Verbindung zwischen Magie und Technik geprägt ist.
    Leider sind die älteren Werke von Hayao Miyazaki nur selten in deutschen Kinos zu sehen, weil die Studios und Verleiher sich lieber auf das DVD-Geschäft konzentrieren. Gerade deshalb ist die Entscheidung, „Das Schloss im Himmel“ nun den Kinos zugänglich zu machen, besonders erfreulich, waren dem Kinopublikum vor Prinzessin Mononoke doch kaum Filme von Miyazaki bekannt. Wir freuen uns, dieses Kleinod aus der frühen Phase von Miyazakis Schaffen als Göttinger Erstaufführung präsentieren zu können.
  • Heute zeigen wir "das Leben ist ein Wunder" um 19.30 UHr im ZHG 011.

    Bosnien / Frankreich 2004; Regie: Emir Kusturica; Darsteller: Slavko Stimac, Natasa Solak, Vesna Trivalic, Vuk Kostic; Länge: 154 Minuten

    Bosnien-Herzegowina, 1991-1992. Gerade hat sich das Land von Jugoslawien losgesagt. Krieg liegt in der Luft. Doch Luka, serbischer Eisenbahn-Ingenieur, hat ganz anderes im Kopf: In seinen Träumen soll ein dichtes Eisenbahnnetz Bosnien-Herzegowina Touristen und Wohlstand bringen. Sofort beginnt er seinen Traum in die Tat umzusetzen und eine Bahnstrecke in einem kleinen Ort zu bauen. Dabei vergisst Luka alles um sich herum, vor allem Frau und Sohn. Doch die Realität holt ihn bald ein: Der Krieg bricht aus, Lukas Frau, eine Opernsängerin, betrügt ihn mit einem Musiker, und Sohn Milas muss in den Krieg – Lukas Leben gleicht einem Trümmerfeld. In dieser hoffnungslosen Lage bekommt er den Auftrag, auf die hübsche Geisel Sabaha aufzupassen. Natürlich verlieben sich beide ineinander…
    „Das Leben ist ein Wunder“ ist wieder einmal ein ebenso epischer wie tragikomischer Genre-Mix von Altmeister Kusturica (Time of the Gypsies und Schwarze Katze, weißer Kater). Zwischen (Alp-)Traum, Märchen und Realität balancierend, gelingt es ihm einmal mehr, die Nöte und Emotionen seiner Helden auf sehr menschliche Art und Weise zu schildern. Für den umwerfenden Soundtrack sorgt auch diesmal das „Non-Smoking Orchestra“. „Das Leben ist ein Wunder“ wurde 2004 für die „Goldene Palme“ in Cannes nominiert und erhielt 2005 den „César“. Wir zeigen Euch den Film als Göttinger Erstaufführung.
  • Wie immer, jeweils montags um 19.30 Uhr im ZHG 011 für 2 € Eintritt.

    23.04.07 Little Miss Sunshine (OmU)
    30.04.07 Brick
    07.05.07 Adams Äpfel
    14.05.07 Stalker
    21.05.07 Lady Vengeance
    04.06.07 Wer früher stirbt, ist länger tot.
    11.06.07 Lichter der Vorstadt
    18.06.07 Pans Labyrinth (OmU)
    25.06.07 Emmas Glück
    02.07.07 Play (OmU)
    09.07.07 Nach der Hochzeit
    16.07.07 Eine unbequeme Wahrheit
  • Heute starten wir mit den 2fachen Oscar-Gewinner (Bester Nebendarsteller, Bestes Drehbuch; nomeniert für den besten Film) "Little Miss Sunshine" um 19.30 Uhr ins neue Semester. Den Film können wir euch im Orginal mit Untertitel präsentieren. Wie immer im ZHG 011 für 2 € Eintritt.
  • Heute zeigen wir das kleine Filmjuwel "Brick" (USA 2005). Wie immer um 19.30 Uhr im ZHG 011
  • Heute zeigen wir den dänischen Kultfilm Adams Äpfel (2005). Wie immer um 19.30 Uhr im ZHG 011.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 "Lady Vengeance".

    Südkorea 2005; Regie: Chan Wook-Park; Darsteller: Yeong-ae Lee, Min-sik Choi, Tony Barry, Anne Cordiner; Länge 112 Minuten

    Inhalt: Der Film stellt das Finale von Chan Wook-Parks allgemein als „Rächertrilogie“ bezeichneten Filmreihe dar. „Lady Vengeance“ beginnt mit einem bekannten Motiv der Trilogie; die Protagonistin wird aus einer 13-jährigen Haft entlassen, die sie unschuldigerweise für die Entführung und Ermordung eines kleinen Jungen absitzen musste. Nun sucht sie den wahren Verbrecher, um sich zu rächen…
    Obwohl die Ausgangssituation des Films an die Vorgänger Sympathy for Mr. Vengeance und Old Boy erinnert, stellt „Lady Vengeance“ keinesfalls eine Kopie dar. Der Film, dessen ausgefeilte Handlung durch etliche überraschende Wendungen geprägt ist (und daher hier auch nicht näher beschrieben wird), beleuchtet sehr viel stärker die Bedeutung des Racheaktes an sich und bezieht Stellung zu der Frage, was Rache letztlich bewirkt. Entsprechend ist „Lady Vengeance“ weniger brutal und roh als ihre Vorgänger, es liegt mehr Gewicht auf den poetischen, sentimentalen und nachdenklichen Aspekten der Handlung. Die hervorragende schauspielerische Leistung von Yeong-ae Lee (in der Hauptrolle) verbindet sich mit Parks unvergleichlicher Bildsprache zu einem Kinoerlebnis der besonderen Art. „Lady Vengeance“ wurde 2005 mit dem „Goldenen Löwen“ in Venedig ausgezeichnet.
  • Heute zeigen wir im ZHG 011 um 19.30 Uhr den bayrische Kultheimatfilm "Wer früher stirbt, ist länger tot" (Bayern 2006)

    Regie: Marcus H. Rosenmüller; Darsteller: Markus Krojer, Fritz Karl, Jule Ronstedt, Jürgen Tonkel; Länge: 104 Minuten

    Inhalt: Sebastian ist ein ganz normaler Elfjähriger. Er hat nur Flausen im Kopf, brettert mit seinem kreativ aufgemotzten Fahrrad durchs Dorf und stellt jede Menge Unsinn an. Als er -versehentlich- einen Bierlaster in die Kaninchenställe seines großen Bruders lenkt (was den Kaninchen gar nicht gut bekommt), rastet der aus und beschuldigt Sebastian, nicht nur am Tod der Langohren, sondern auch an dem ihrer Mutter schuld zu sein, denn die starb bei Sebastian Geburt. Bei Sebastians Sündenregister, mittlerweile auf die Länge einiger Klorollen angewachsen, drohen ihm jahrelanges Fegefeuer. Erzkatholisch erzogen glaubt der arme Junge seinem Bruder jedes Wort und gerät in gelinde Panik. Fortan versucht er sich im Gutes Tun – was jedes mal in einer Katastrophe endet…
    „Wer früher stirbt,…“ war im vergangenen Jahr der Überraschungsfilm aus Deutschland. Mit knochentrockenem Humor versetzt Rosenmüller den Zuschauer in die Perspektive des Elfjährigen, der sich auf die Welt der Erwachsenen seinen ganz eigenen Reim macht. Und so steckt der Film voller überdrehter und überraschender Wendungen und zieht (wortwörtlich) immer noch ein Kaninchen mehr aus dem Zylinder. Obwohl an der Oberfläche eine schwarze Komödie, scheint in Rosenmüllers Film doch die Kritik an der katholischen Kirche und ihrem Instrumentarium von Angst und Einschüchterung durch. Trotzdem bekam „Wer früher stirbt…“ 2006 den Bayerischen Filmpreis.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 Aki Kaurismäkis "Lichter der Vorstadt".

    FIN 2006; Drehbuch und Regie: Aki Kaurismäki; Darsteller: Janna Hyytiäinen, Maria Järvenhelmi, Maria Heiskanen; Länge 80 Minuten

    Inhalt: Der einsame Nachtwächter Koistinen ist dort zu Hause, wo die Lichter ausgehen. Er arbeitet in den anonymen Einkaufszentren auf der grünen Wiese und hat so gut wie kein soziales Umfeld. Neudeutsch nennt man Menschen wie ihn „Loser“, jene arme Schweine, die unsere stromliniensüchtige Erfolgsgesellschaft auf das Abstellgleis geschoben hat. Wer wäre besser geeignet als Aki Kaurismäki, Koistinen dabei zu beobachten, wie er sich gegenüber der hübschen Mirja in naiver Hoffnung verliert und dabei ausgeworfene Anker anderer Menschen übersieht?
    „Lichter der Vorstadt“ wird weithin als Hommage an Chaplins „Lichter der Großstadt“ verstanden, ist aber keinesfalls ein Remake, sondern eher eine Antithese. Die Schauspieler sind aus früheren Filmen nur flüchtig bekannt, agieren in Kaurismäkis stilisierter, melancholischer Welt aber so, als hätten sie sich schon immer darin befunden. Auch der eigenartige Humor, der Kaurismäkis Filmen innewohnt und die besonders schöne Filmmusik prägen den Film. „Lichter der Vorstadt“ war für die „Goldene Palme“ in Cannes nominiert.
  • Heute zeigen wir den 3fachen Oscar-Gewinner "Pans Labyrinth" von Guillermo del Toro im OmU um 19.30 Uhr im ZHG 011

    Mexiko 2006; Drehbuch und Regie: Guillermo del Toro; Darsteller: Ivana Baquero, Sergi Lopéz, Maribel Verdú, Doug Jones;Länge: 110 Minuten

    Inhalt: Der Film erzählt die Geschichte der 12-jährigen Ophelia. Sie lebt im Spanien des Jahres 1944, die Franco-Diktatur hat das Land unterjocht und nur wenige Freiheitskämpfer widersetzen sich dem Regime. Ophelias verwitwete Mutter ist von ihrem neuen Ehemann, einem Hauptmann der Militärs, schwanger und reist mit ihrer Tochter auf einen bäuerlichen Landsitz, von wo aus der Hauptmann versucht, eine Gruppe Aufständischer zu besiegen.

    Ophelia findet sich wieder in einer Welt aus Haß und Gewalt, eine Welt, die der grausame Hauptmann mit Brutalität und Unmenschlichkeit tränkt. In einer labyrinthischen Ruine in der Nähe des Bauernhofes begegnet Ophelia dem Fabelwesen Pan, der ihr den Zutritt in seine mythische Welt, in Pans Labyrinth eröffnet…

    Die Welt Pans gerät mehr und mehr zum Spiegel der Realität, wobei die Handlungsebenen des Films so geschickt verwoben sind, die Erzählung so packend umgesetzt ist, dass der Zuschauer schon nach kurzer Zeit nicht mehr weiß, wo die Realität aufhört und Ophelias Phantasie beginnt.

    Del Toros Film kommt bildgewaltig daher, bleibt aber letztlich immer Autorenkino. Es gibt keine Effekte, keine Einstellungen, die nicht im Dienst der Handlung stehen und nicht nur durch die einzigartige Mischung aus Märchenfilm, Drama, Fantasy, Horror und Kriegsfilm ist dieser Film meilenweit entfernt vom selbstverliebten Fantasy-Popcorn-Kino z.B. eines Peter Jackson. „Pans Labyrinth“ ist keine schöne Geschichte, keine leichte Kost. Der Zuschauer wird von der Trostlosigkeit der Erzählung überwältigt, dafür aber mit einem Kinoerlebnis belohnt, das man auf diese Weise lange nicht mehr, vielleicht sogar noch nie, gesehen hat. Wir zeigen das spanische Original mit deutschen Untertiteln.
  • Nicht vergessen: Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 "Emmas Glück".

    Deutschland 2006; Regie: Sven Taddicken; Darsteller: Jördis Triebel, Jürgen Vogel, Hinnerk Schönemann; Länge: 99 Minuten

    Inhalt: Die Diagnose ist erschütternd: Max wird nur noch wenige Wochen zu leben haben. Zu spät erkennt er, dass er bisher am Leben vorbei gelebt hat. Was tun mit der kurzen verbleibenden Zeit? Ab in die Sonne und das Leben genießen – in einer Kurzschlußreaktion stiehlt Max seinem Freund Hans Schwarzgeldkasse und Jaguar und macht sich aus dem Staub. Von Hans verfolgt, kommt Max von der Straße ab, überschlägt sich mehrmals und landet vor dem heruntergekommenen Bauernhof von Emma. Die zieht den Bewußtlosen erstmal aus dem Autowrack und versorgt ihn. Außerdem findet sie das Geld; selbst hochverschuldet kann sie es gut gebrauchen und es ist auch schön, mal Gesellschaft zu haben. Wieso sollte Max, der von Polizei und Hans verfolgt, nicht eben ein großes Interesse hat, sein Versteck zu verlassen, nicht erstmal bleiben? Und so beginnt eine ganz eigenartige Beziehung…
    Mit „Emmas Glück“ ist Sven Taddicken ein großartiger Film gelungen, der sich hauptsächlich auf die exzellenten Qualitäten seiner beiden Hauptdarsteller stützt. Vor allem Jördis Triebel verblüfft in ihrem Filmdebüt als verrückte, verschlossen und sehr liebenswerte Bäuerin. Der Film enthält unglaublich viel Ironie und Humor, aber auch Trauer, Wehmut und Menschlichkeit – und kann in vieler Hinsicht als Gegenentwurf zu den gepriesenen Werten unserer Gesellschaft (Leistung, Schnelligkeit, Effizienz, Geld) gesehen werden.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 den chilenischen Film "Play" im Orginal mit Untertitel.

    Chile 2005; Drehbuch und Regie: Alicia Scherson; Darsteller: Vivana Herrera, Andrés Ulloa, Aline Kuppenheim; Länge: 105 Minuten

    Inhalt: Christina ist ein junges Mapuche-Mädchen aus dem Süden Chiles. Wie viele andere auch hat es sie in die Hauptstadt Santiago verschlagen, wo sie sich recht und schlecht als Krankenpflegerin durchs Leben schlägt und ansonsten ziellos durch die Stadt läuft. Leere und Einsamkeit scheinen ein Ende zu haben, als Christina eine prall gefüllte Aktentasche im Müllcontainer findet, die ihr viel vom Leben und Wesen ihres Besitzers erzählt. Die Tasche gehört Tristan, einem jungen Mann aus der Oberschicht, dessen Leben allerdings gerade steil bergab geht: Seine Geliebte hat ihn verlassen, und wegen eines Streiks auf der Baustelle verliert er seinen Job als Bauleiter. Frustriert landet er bei seiner leicht durchgeknallten Mutter und muß sich auch noch mit ihrem unausstehlichen Liebhaber auseinandersetzen. Und all das mit Christina als Schatten – denn längst hat sie sich in den Aktentaschen-Mann verliebt und folgt ihm auf Schritt und Tritt.
    Alicia Schersons Film ist ebenso Liebesgeschichte wie Sozialkritik; „Play“ schildert eindringlich die Kluft zwischen den sozialen Schichten und das Klima von Oberflächlichkeit und Kälte in der großen Stadt. Einsamkeit und Sinnentleerung, die Schwierigkeit, zueinander zu finden, sind zentrale Themen des Films. Gleichzeitig erzählt „Play“ aber auch von der Suche nach dem Glück – und der Möglichkeit, es auch wirklich zu finden.
  • Heute zeigen wir im ZHG 011 um 19.30 Uhr den 2fachen Oscar-Gewinner (beste Doku, bester Song) "Eine unbequeme Wahrheit".

    USA 2006; Regie: Davis Guggenheim; Länge: 100 Minuten

    Inhalt: Guggenheims Film ist ein leidenschaftlicher Blick auf einen Menschen, der mit großem Engagement Mythen und Missverständnisse zum Thema Klimawandel aufklärt und Lösungen vorschlägt. Dieser Mensch heißt Al Gore. Der ehemalige Vizepräsident der USA hat sich, nach der verlorenen Präsidentschaftswahl im Jahr 2000, dem Umweltschutz verschrieben. In Guggenheims Portrait erweist sich Gore, dem lange der Ruf des Langweilers anhing, ebenso geistreich und humorvoll wie analytisch präzise.
    Neben der Dokumentation über Gores Auftritte im Rahmen seiner „Traveling Global Warming Show“ bietet der Film auch einen Blick auf Al Gores Biographie, die an unterschiedlichen Stellen des Films aufgegriffen wird.
    „Eine unbequeme Wahrheit“ befasst sich aber vor allem auch mit der Problematik des Klimawandels und schildert Al Gores Argumentation, dass wir es uns nicht länger leisten können, globale Erwärmung als politisches Problem anzusehen. Der Klimawandel sei die größte Herausforderung für alle Bewohner unseres Planeten. Gore grenzt sich aber ab gegen blanke Panikmache, denn der Optimist ist überzeugt, dass der Zug noch nicht abgefahren ist. Der Film wurde mit einem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet und auch für den besten Filmsong prämiert.
  • Unser Programm im WS 07/08:

    22.10.07 Full Metal Village
    29.10.07 Du bist nicht allein
    05.11.07 The Host
    12.11.07 The Wind that shakes the Barley (OmU)
    19.11.07 Das Novembermanifest (OmU)
    26.11.07 Das Mädchen das die Seiten umblättert
    03.12.07 Die Legende von Paul und Paula
    10.12.07 Die Könige der Nutzholzgewinnung
    17.12.07 Angel
    14.01.08 Dunkelblaufastschwarz
    21.01.08 Wir können auch anders
    28.01.08 Robert Altmans Last Radio Show

    Wie immer, jeweils montags um 19.30 Uhr im ZHG 011 für 2 € Eintritt.
  • Heute starten wir in das neue Semester mit der Doku "Full Metal Village" über den Ort Wacken in Schleswig-Holstein. Wie immer um 19.30 Uhr im ZHG 011 für 2 € Eintritt.

    Deutschland 2006
    Regie und Drehbuch: Cho Sung-hyung
    Länge: 94 Minuten

    Inhalt: Wacken ist eine beschauliche Gemeinde in Schleswig-Holstein. Die 1800Einwhohner essen selbstgebackenen Kuchen, arbeiten und leben als
    Bauern und singen im Kirchenchor. Was Wacken jedoch von anderen
    beschaulichen Dörfern in Deutschland unterscheidet ist das jährlich
    stattfindende Wacken Open Air, das größte Heavy Metal Festival der
    Welt.

    In "Full Metal Village" wird das Leben in Wacken kurz bevor und
    während des Festivals dokumentiert. Der Film konzentriert sich dabei
    auf die Bewohner von Wacken und wie sich diese mit den 60000
    Besuchern, die jährlich an drei Tagen den Ort überfluten, arrangieren.
    Deren Reaktionen reichen von Ablehnung und Angst gegenüber dieser
    "Metall-Musik" und deren mutmaßlich satanistischen Anhängern über
    Freude über etwas Leben im Dorf bis hin zu geschäftstüchtigen Treiben
    inklusive Vermietung der Felder für die Zelte der Besucher. Dem Film
    gelingt dabei sowohl ein liebenswürdiger Blick auf eine Begegnung
    zweier unterschiedlicher Kulturen als auch das Portrait einer
    typischen Landbevölkerung. Zu Recht wurde "Full Metal Village" als
    erster Dokumentarfilm überhaupt 2007 mit dem renommierten Max Ophüls
    Preis ausgezeichnet.
  • Heute zeigen wir im ZHG 011 um 19.45 Uhr den koreanischen Horrorfilm "The Host" (Gwoemul)

    Südkorea 2006
    Länge: 119 Minuten

    Regie: Joon-ho Bong
    Drehbuch: Joon-ho Bong, Ha Jun-Won, Baek Chul-hyun
    Darsteller: Kang-ho Song, Hie-bong Byeon, Hae-il Park, Ah-sung Ko, Du-na Bae

    Inhalt: Ein ganz normaler Tage am Ufer des Hanflusses: Familien beim Picknick, Gang-du schläft mal wieder im Kiosk und wartet auf seine halbwüchsige Tochter Hyun-seo. Doch plötzlich bewegt sich etwas im Wasser. Schneller als die geschockte Menge begreifen kann, was geschieht, taucht ein Monster aus dem Fluss auf und macht Jagd auf sie. Zu den Opfern, die das Monster in die Tiefe reißt, gehört Hyun-Seo.
    The Host ist also ein wilder Genre-Mix. Albern, aber auch hochintelligent. Er hält sich an das Monster-Genre, um immer wieder mit dessen Regeln zu brechen. Und der Regisseur, der schon mit Memories of Murder begeistert hat, sorgt zu guter Letzt für ein bittersüßes Ende, dass man bei einem Hollywood-Blockbuster vergeblich suchen dürfte.
  • Heute zeigen wir im ZHG 011 um 19.45 Uhr das Irlanddrama und den Gewinner der goldenen Palme von 2006 "The Wind that shakes the Barley" im Orginal mit Untertitel

    F/ IRL/ GB 2006
    Länge. 124 Minuten
    Regie: Ken Loach
    Drehbuch: Paul Laverty
    Darsteller: Cillian Murphy, Padraic Delaney, Liam Cunningham, Orla Fitzgerald
  • Heute zeigen wir im ZHG 011 um 19.45 Uhr den spanischen Film "das Novembermanifest" im Orginal mit Untertitel

    Spanien 2003; Regie und Drehbuch: Achero Manas; Darsteller: Oscar Jaenada,

    Inhalt: Ingrid Rubio, Paloma Lorena, Juan Diaz; Länge: 104 Minuten
    Eine Gruppe junger Schauspielschüler beschließt, die Schauspielschule zu verlassen, weil diese mit ihren Vorstellungen von freier Kunst nicht übereinstimmt. Angeführt von dem jungen Alfredo gründen sie eine eigene Theatergruppe namens November. Sie verfassen ein Manifest, welches beinhaltet, ein kämpferisches, auf Leute zugehendes und vollkommen unkommerzielles Theater zu machen. Sie wollen gegen Konventionen rebellieren und die Menschen zum Nachdenken anregen.
    Fortan tritt die Gruppe bunt kostümiert an öffentlichen Plätzen auf und hat durch ihre provokativen und unangemeldeten Auftritte bald Ärger mit der Polizei. Verbote und Verhaftungen stellen die Gruppe auf eine harte Probe.
    Inspiriert von einer Theatergruppe aus den 70-ern, hat Manas einen Film gedreht, der von den Idealen eines jungen Künstlers erzählt und davon, wie schwierig es sein kann, diesen Idealen treu zu bleiben. Ausgezeichnet auf den Filmfestspielen von San Sebastian, Toulouse und Toronto.
  • Heute zeigen wir im ZHG 011 um 19.45 Uhr den französischen Film "Das Mädchen, das die Seiten umblättert"

    Frankreich 2007; Regie: Denis Dercourt; Darsteller: Catherine Frot, Déborah Francois, Pascal Greggory, Xavier de Guillebon; Länge: 85 Minuten

    Inhalt: Die kleine Mélanie hat gut geübt. Und nicht nur das: Mélanie hat Talent, großen Spaß an der Musik und das nötige Durchhaltevermögen, um den für eine Pianistin ihres Alters äußerst schwierigen Bach zu meistern. Nun soll sie vorspielen, es ist ihre Aufnahmeprüfung für das Konservatorium. Die Juroren sind hochkarätig – unter ihnen ist auch die gefeierte Pianisten Ariane Fouchécourt, die Mélanie durch einen arroganten Fauxpas jedoch so sehr stört, dass diese die Aufnahmeprüfung nicht besteht. Zutiefst verletzt stellt sie das Klavierspiel scheinbar völlig ein. Jahre später, Mélanie ist eine junge Frau, nimmt sie eine Stelle als Haushaltshilfe und Babysitterin an, ausgerechnet in der Familie Fouchécourt…
    „Das Mädchen, das die Seiten umblättert“ wurde als „ein weiteres Psychodrama aus Frankreich“ etikettiert und dann in die Regale gestellt. So wurde dieser Film zum vielleicht Unterschätztesten seit „The Hole“. Denn der Film spielt nicht mit den Psychen der Protagonisten, sondern mit den Erwartungen der Zuschauer. Mal absurd-komisch, mal erotisch, mal bedrohlich wird die ausgeklügelte Handlung von den brillanten Schauspielerinnen genial umgesetzt. Es entsteht ein beinahe kriminalistisches Werk, das vollständig gefangen nimmt und obendrein auch hervorragende Unterhaltung ist. So leichte und doch facettenreich-kunstvolle Kost hat das französische Kino lange nicht mehr serviert.
  • Heute zeigen wir im ZHG 011 um 19.45 Uhr den DEFA-Kultfilm "Die Legende von Paul und Paula"

    DDR 1973; Regie: Heiner Carow; Darsteller: Angelica Domröse, Winfried Glatzeder; Länge: 105 Minuten

    Inhalt: Liebe, Leidenschaft und Tod, Lachen und Weinen – aus diesen Bestandteilen formten Autor Ulrich Plenzdorf (leider verstorben am 09.08.2007) und Regisseur Heiner Carow den populärsten DEFA-Film aller Zeiten. Sie erzählen von der ledigen Verkäuferin Paula und dem verheirateten Staatsbeamten Paul, der sich aus seiner routinierten Ehe löst und den Gefühlen freien Lauf läßt. „Geh’ zu ihr und laß deinen Drachen steigen“ singen dazu die Puhdys. Bis heute sind die Zuschauer begeistert vom romantischen und ironischen Umgang mit der Wirklichkeit, von den Sehnsüchten und Träumen und der unverwechselbaren Individualität der Figuren. Mit seinem Plädoyer für Freiheit und seinen vielen kleinen Frechheiten stieß „Die Legende von Paul und Paula“ bei dogmatischen Politikern auf Widerspruch. Obwohl die Presse den Film teilweise verschweigen mußte, sahen ihn Millionen Kinobesucher. Aber auch im vereinten Deutschland avancierte er zum unbedingt sehenswerten „Kultfilm“, der heutzutage vielleicht aktueller denn je ist.
  • Heute zeigen wir um 19.45 Uhr im ZHG 011 "Die Könige der Nutzholzgewinnung", gedreht hier um die Ecke im Harz.

    Deutschland 2006; Regie: Matthias Keilich; Darsteller: Bjarne Ingmar Mädel, Frank Auerbach,Steven Merting, Peter Sodann und Simon Schwarz; Länge: 94 Minuten

    Inhalt: Krischan ist ein arbeitsloser Holzfäller und ein Taugenichts. Nach der Wende verlor er seine Arbeit in Tanne/Harz, und die Imbissbude, die er gemeinsam mit zwei arbeitlosen Freunden eröffnete, ging Pleite. Krischan lief davon und ließ seine Kumpels mit den Schulden und dem Frust zurück. Jetzt kommt er zurück, erzählt von Reisen nach Kanada und hat eine tolle Idee: In Tanne/Harz soll der erste internationale deutsche Holzfällerwettbewerb ausgerichtet werden, nach kanadischem Vorbild. Seine Freunde erinnern ihn an die Imbissbude, fragen ihn, ob er denn seine Schulden zahlen könne und zeigen ihm ansonsten größtenteils den Vogel. Doch Krischan lässt nicht locker und in Tanne bewegen sich plötzlich wieder Dinge, die stillstanden.
    Der Film erzählt von drei Männern, der Arbeitslosigkeit und was die Arbeitslosigkeit aus Menschen macht. Dass dies keine problembeladene Kost sein muss, sondern durchaus komödian-tisch gerät, liegt am ironischen Detailreichtum des Films, vor allem aber an der genauen Beobachtung der handelnden Charaktere, aus deren Aktionen kein konstruierter Slapstick, sondern echte Komödie entsteht.
    „Folgerichtigkeit des Ablaufs muss auch einem Werk des einundzwanzigsten Jahrhunderts nicht schaden: Ein lupenreiner Handlungsbogen zwingt die drei Hauptagierenden ins totale Losertum hinab, um sie schließlich um so triumphaler aufsteigen zu lassen. [...] Die Figuren verbreiten eine solche Wärme, dass auch ich als Außerthüringischer gnadenlos mitempfinden musste.“ (Hans Mentz, Humorkritik, Titanic 09/07)
  • Heute starten wir ins neue Jahr um 19.45 Uhr im ZHG 011 mit den spanischen Film "Dunkelblaufastschwarz". Wie immer für nur 2€ Eintritt.

    Spanien 2007; Regie: Daniel Sánches Arévalo;
    Darsteller: Quim Gutiérrez, Marta Etura, Antonio de la Torre; Länge: 105 Minuten

    Inhalt: Jorge hat die letzten Jahre damit verbracht, seinen Vater zu pflegen und sein Studium zu beenden. Nun träumt er davon, sein Leben endlich frei und selbstbestimmt in die Hand zu nehmen. Über seinen Bruder Antonio lernt er Paula kennen. Paula und Antonio sind ein Paar – und sitzen beide im Gefängnis. Besonders Paula droht dort an der Brutalität im Knast zu zerbrechen. Verzweifelt sucht sie nach einem Ausweg: Eine Schwangerschaft würde ihr den Weg in den geschützten Mutter-Kind-Bereich ebnen. Doch dummerweise ist Antonio zeugungsunfähig – entsprechend nervös reagiert er auf Paulas Vorschlag, ihr ein Kind zu machen. Da komt er auf die Idee, Jorge zu bitten, Paula zu schwängern …
    „Dunkelblaufastschwarz“ steht für einen Seelenzustand und eine ungewisse Zukunft gleichermaßen, eine Stimmung, die je nach Licht und Betrachtung schwankt und sich nicht eindeutig zuordnen lässt. Arévalos Film ist nicht nur ein beeindruckender Liebesfilm, sondern auch eine warmherzige Parabel über das Erwachsenwerden in einer komplizierten Gesellschaft. „Dunkelblaufastschwarz“ erhielt zahlreiche Filmpreise. Arévalo wird als der „verheißungsvollste spanische Regisseur seit Almodóvar“ gehandelt.
  • Heute zeigen wir um 19.45 Uhr im ZHG 011 den Detlev Buck-Film "Wir können auch anders".

    Deutschland 1993; Regie: Detlev Buck;
    Darsteller: Joachim Król, Horst Krause, Sophie Rois; Länge: 92 Minuten

    Inhalt: Die Brüder Kipp (Joachim Król) und Most (Horst Krause) machen sich auf den Weg, um das Gut ihrer Oma zu erben. Auf diesem Weg begegnen sie Viktor, einem desertierten russischen Soldaten, der die beiden kidnappt, sowie Nadine, die sich ihnen freiwillig anschließt. Zwischendurch gibt es noch einen Zusammenstoß mit Straßenrowdies, was diesen allerdings nicht gerade gut bekommt. Auf ihrem Weg zum Erbe (oder was davon übrig bleibt) geraten die Protagonisten in manche scheinbar ausweglose Situation.
    Aufgrund der hervorragend besetzten Rollen und der irren und witzigen Geschichte gelingt es Buck, den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Szene zu fesseln. Die oft ironische, detailverliebte Inszenierung gerät sozialkritisch, komödiantisch und satirisch zugleich. Witze, die tatsächlich immer wieder lustig sind, machen diesen Film auch nach mehrmaligem Genuss noch sehenswert. „Wir können auch anders“ erhielt 1993 den Deutschen Filmpreis.
  • Heute zeigen wir zum Abschluß des Semesters, den letzten Film von Robert Altman († 2006), seine "Last Radio Show"

    USA 2006; Regie: Robert Altman; Drehbuch: Garrison Keillor; Darsteller: Garrison Keillor, Meryl Streep, Lily Tomlin, Kevin Kline, Lindsay Lohan, Woody Harrelson, Tommy Lee Jones; Länge: 103 Minuten

    Inhalt: Die Show „A Prairie Home Companion“ ist ein Relikt längst vergangener Tage. Hier treten Komiker und Musiker in einem Theater vor Publikum auf, während die Show zeitgleich im Radio übertragen wird. Als das Theater abgerissen werden soll, beschließt man, auch der Show ein Ende zu bereiten, was dem Moderator allerdings erst kurz vor der letzten Show gesagt wird. Der Moderator jedoch entschließt sich, seinem Team das Ende der Sendung zu verschweigen und folgt dem Motto: „Mache jede Show, als wäre sie deine Letzte.“
    Robert Altmans (u.a. Short Cuts, M.A.S.H und Gosford Park) Film handelt vordergründig von dieser letzten Show, aber es geht ihm weniger um eine konkrete Geschichte als vielmehr um die Darstellung einer Stimmung. Es ist die Stimmung von und zwischen Menschen, die tun was sie lieben, die sich nicht vom Zeitgeist beeindrucken lassen, sondern weiter ihren Weg gehen. Dass dieses filmische Vorhaben gelingt, liegt nicht nur an Altmans feinfühliger Stilsicherheit, sondern auch an dem überragenden Ensemble hochkarätiger Schauspieler, welches die menschlichen Sorgen und Freuden, ebenso wie die Dynamik der Show perfekt transportiert. Der Titel bezieht sich auch auf das persönliche Schicksal Altmans, der kurz nach der Vollendung des Films verstarb. Das Wirken der Charaktere in seiner Last Radio Show wird häufig als Analogie zum filmischen Wirken Robert Altmans interpretiert.
  • 21.04.08 4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage
    28.04.08 Persepolis
    05.05.08 Darjeeling Limited (OmU)
    19.05.08 Control (OmU)
    26.05.08 Yella
    02.06.08 Wir sagen „Du“, Schatz!
    09.06.08 I’m a Cyborg, but that’s okay. (OmU)
    16.06.08 Once (Beginn: 18.30 Uhr!!!)
    23.06.08 Leergut
    30.06.08 Rubeljovka
    07.07.08 Beruf: Reporter
    14.07.08 Hotel Very Welcome

    immer montags im ZHG 011 um 19.30 Uhr für 2€ Eintritt
  • Heute starten wir mit dem letztjährigen Gewinner der goldenen Plame von Cannes, den rumänischen Abtreibungsdrama "4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage" in das neue Semester.

    Wie immer um 19.30 Uhr im ZHG 011 für nur 2 € Eintritt.

    Rumänien 2007; Drehbuch und Regie: Cristian Mungiu; Darsteller: Anamira Marinca, Laura Vasiliu, Vlad Ivanov; Länge: 113 Minuten

    Inhalt: Der Film „4 Monate…“ erzählt die Geschichte einer Abtreibung. Die junge Studentin Gabita ist schwanger und hat infolge einer fragwürdigen Empfehlung einer Kommilitonin Kontakt mit einem Herrn Bebe aufgenommen. Man will sich in einem Hotel treffen, dort soll die illegale Abtreibung erfolgen. Gabita ist mit der Situation erwartbar überfordert und verlässt sich auf die unbedingte Hilfe ihrer Freundin Otilia, die mit ihr das Zimmer im Wohnheim teilt. Die Handlung des Films baut sich nun um die Person Otilias auf, die Gabita auch während der Abtreibung zur Seite steht. Mit einem geschickten Kunstgriff gelingt es Mungiu, eine zweite Ebene in den Film einzubauen, seinem Werk Dynamik zu verleihen und ein Zerrbild aufzubauen, welches als Widerpart zu den Geschehnissen im Hotelzimmer fungiert: Otilia muss nämlich „nachher noch mal schnell für eine Stunde weg“ und die Geburtstagsfeier der Mutter ihres Freundes besuchen …
    Mungiu erfindet das Kino in seinem Film nicht neu. Er verlässt sich auf bekannte Säulen des Filmens wie eine exzellente Kamera, gelungene Bildkomposition, eine ergreifende, meisterhaft erzählte Handlung und gute Schauspieler. Thematisch naheliegend ist, dass die Frage, ob es sich bei „4 Monate…“ um nette Unterhaltung handelt, deutlich verneint werden muss. Die Frage jedoch, ob Mungius Film ein cineastisches Meisterwerk ist, muss laut und deutlich mit „Ja!“ beantwortet werden. Die „Goldene Palme“ gab es 2007 in Cannes zu Recht, aber auch unter den Cannes-Gewinnern der letzten Jahre nimmt „4 Monate…“ eine Sonderstellung ein. Wahrhaft großes Kino wie dieses ist eine absolute Seltenheit.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 Anton Corbijn vielfach ausgezeichnetes Regiedebüt über das viel zu kurze Leben des Joy Division Sängers Ian Curtis. Nur bei uns im Orginal mit Untertitel.

    GB/USA 2007, s/w. Darsteller: Sam Riley, Samantha Morton, Alexandra Maria Lara, Joe Anderson, Regie: Anton Corbijn; Drehbuch: Matt Greenhalgh. Länge: 125 Min.

    Inhalt: Ian Curtis (Sam Riley) ist 19 Jahre alt, als er Debbie (Samantha Morton) kennen lernt. Wenig später sind sie verheiratet und bekommen eine Tochter. Curtis stößt als Sänger zu der Band Joy Division, die er mit seiner ominösen Stimme und seinem düsteren Charisma schnell zum Geheimtipp auch außerhalb seiner Heimatstadt Manchester macht. Doch er kommt mit der Aussicht auf schnellen Ruhm nicht zurecht. Eine Affäre mit der Journalistin Annik (Alexandra Maria Lara) beschleunigt das Ende seiner Ehe und verstärkt seine Schuldgefühle. Epileptische Anfälle und eine schwere Depression lassen Curtis’ Abstieg in seine persönliche Hölle eskalieren. Am Abend vor der ersten Amerika-Tournee fasst er einen folgenschweren Entschluss.
    Starfotograf Anton Corbijn`s Regiedebüt zeichnet in kraftvollen und düsteren schwarz-weiß Bildern, das viel zu kurze Leben der Musiklegende Ian Curtis und seiner Band Joy Division nach. Control, u.a. mit 4 British Independent Film Adwards (“Best British Independent Film”, “Best Director of a British Independent Film”, “Best Performance by a Supporting Actor or Actress in a British Independent Film” und “Most Promising Newcomer”) und 3 Preisen in Cannes (“Golden Camera - Special Mention”, “Label Europa Cinemas”, “Prix Regards Jeune”) ausgezeichnet, wird besonders durch das eindringliche Spiel seines Hauptdarstellers Sam Riley und eines großartigen Soundtrack, natürlich meist mit der zeitlosen Musik von Joy Division, aber auch z.B. mit David Bowie, Buzzcoks, Sex Pistols zu einen wahren Filmerlebnis.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 die deutsche Komödie "Wir sagen "Du", Schatz!"

    Deutschland, 2007; Drehbuch und Regie: Marc Meyer; Darsteller: Samuel Fintzi, Nina Kronjäger, Anna Maria Mühe, Harald Warmbrunn u. a.; Länge: 97 Minuten

    Inhalt: „Oliver hat keine Familie. Also klaut er sich eine.“ Dieser Slogan des Films „Wir sagen ‚Du’, Schatz!“ ist wörtlich zu nehmen. Bereits im Vorspann begeht Oliver die Entführungen und überwältigt nacheinander von der Oma bis zum Enkelkind alles, was zu einer Familie gehört. Er schafft die „Familie“ in den obersten Stock eines verlassenen Plattenbaus und mauert sie dort ein, gemeinsam mit „Opa“, der in der Nachbarwohnung des Stockwerks meint, seine Wohnung gegen den Willen von Immobilieninvestoren zu besetzen und nun von ganz anderen Heuschrecken vereinnahmt wird. Im Weiteren kommt es zu großartigen Szenen, in denen Oliver seiner Familie z.B. die Umgangsregeln erläutert (daher der Titel: „Wir sagen ‚Du’, Schatz!“), für Amüsement sorgen aber auch Nachrichten aus der Außenwelt, denn die Entführungen sind natürlich ein Thema in den lokalen Fernsehnachrichten. Aus dem Verhalten der Familienmitglieder untereinander und gegenüber „Papa“ Oliver entsteht eine Fülle an wunderbarer Situationskomik – Regisseur Meyer hat die Lektionen Loriots in Gänze gemeistert und sich zu eigen gemacht. Das größte Pfund des Films ist jedoch, dass das hohe Tempo und die Witzdichte konsequent durchgehalten und vom großartigen Ensemble lebhaft umgesetzt werden. Dabei beginnen die Familienmitglieder, sich Stück für Stück zu verändern, und stellen fest, dass selten alles ist, wie es scheint. Der Film bleibt jedoch immer leichtfüßig-ironisch und gleitet nie ab ins Moralisierende oder seichten Brüller-Humor. Ein unbedingt sehenswertes Meisterwerk guter Laune!
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 das neue Meisterwerk des koreanischen "Oldboy"-Regieseurs Chan-wook Park "I'm a Cyborg, but that's okay" im Orginal mit Untertitel.

    Südkorea, 2006, Regie: Chan-wook Park, Länge: 105 Minuten
    Mit: Byeong-ok Kim, Rain, Su-jeong Lim, Dal-su Oh

    Inhalt: Die junge Young-goon ist ein Cyborg. Zumindest glaubt sie dies. Ihre bevorzugten Gespärchspartner sind Maschinen, menschliche Nahrung verschmäht sie und lutscht stattdessen Batterien um sich aufzuladen oder verbindet sich gleich mittels Drähten mit einer Steckdose. Als ein solcher Aufladeversuch beinahe tötlich endet, wird dies als Selbstmordversuch interpretiert und sie landet in einer Nervenklinik. Dort trifft sie auf Il-Sun, der von sich behauptet, Eigenschaften und Charaktere anderer Menschen oder gleich ganze Wochentage stehlen zu können. Zwischen den beiden entwickelt sich schließlich eine Romanze, die aber durch Young-goons Weigerung zu essen überschattet wird. Il-Sun bietet deshalb seine ganze Fantasie auf, um sie vor dem Hungertod zu bewahren.
    Der neue Film von Park Chan-Wook ist, anders als seine früheren Filme wie "Oldboy" oder "Lady Vengeance", eine ruhig erzählte märchenhafte Liebesgeschichte mit surrealen Elementen. Für Freunde des asiatischen Kinos ist dieser Film auf keinen Fall zu verpassen!
  • Heute zeigen wir wegen der Übetragung des EM-Spiels schon um 18.30 Uhr den irischen Liebesfilm "Once". Wie aber immer ZHG 011 für 2€ Eintritt.

    Irland 2007; Drehbuch und Regie: John Carney; Darsteller: Glen Hansard, Markéta Irglová, Hugh Walsh, Gerry Hendrick; Länge: 85 Minuten

    Inhalt: Ein irischer Straßenmusiker aus Dublin, der tagsüber Staubsauger repariert, trifft eine tschechische Pianistin, die sich als Putzfrau durchschlägt um ihre Tochter und sich zu ernähren. Zu ihrer großen Passion dem Klavierspielen kommt sie nur in einem Musikladen, in dem der Inhaber sie spielen lässt.
    Als der Ire und die Tschechin sich das erste mal treffen, entdecken sie ihre gemeinsame Leidenschaft – die Musik. Diese machen sie fortan gemeinsam, schaffen es sogar zu einer Studioproduktion und nähern sich immer mehr und doch sehr behutsam einander an. Die perfekte Liebesgeschichte scheint unausweichlich.
    Doch der Regisseur ist mutig genug, kein kitschiges Hollywood-Ende zu inszenieren und legt seinen Schwerpunkt auf die Musik und auf die authentische und ehrliche Darstellung seiner Protagonisten. Die Realität sieht ein Happy-End für die beiden nicht vor. Sie ist schließlich verheiratet und er hat die Chance auf eine Musikkarriere in London...
    Auch sonst hat „Once“ nichts mit einem klassischen Hollywood-Musical gemeinsam. Auf aufwendige Kulissen und Choreographien wird verzichtet. Ehrlich und ungezwungenen erzählt der Film das Leben, wie es nun mal ist. Mal traurig, mal schön, mal lustig.... Und das ganze unterlegt mit einer herausragend schönen Musik, die authentisch in den Film eingebunden wird und von den Hauptdarstellern im Übrigen durchweg selbst komponiert wurde.
    Was den Film ausmacht sind die vielen starken Momente. Wenn z.B. die Protagonisten das erste Mal zusammen spielen und entdecken wie gut sie sich ergänzen oder wenn die Tschechin am Klavier sitzt und über die Sehnsucht zu ihrem Mann singt, bekommt man eine Gänsehaut. Und dabei sind diese Momente gleichzeitig so unkünstlich umgesetzt, wie man es selten erlebt.
  • Heute zeigen wir den erfolgreichsten tschischen Film aller Zeiten "Leergut",
    um 19.30 Uhr ZHG 011.

    Tschechische Republik, 2007; Regie: Jan Sverák; Drehbuch: Zdenek Sverák; Darsteller: Zdenek Sverák, Daniela Kolárová, Tatiana Vilhahmová, Jiri Machácek; Länge: 103 Minuten

    Inhalt: Der Lehrer Josef kann sich nicht mit dem Rentnerdasein anfreunden und unterrichtet über die Pensionierung hinaus an seiner Schule. Zunehmend von der heutigen Jugend entfremdet, quetscht er einem Schüler einmal zu oft einen nassen Schwamm über dem Kopf aus und verlässt den Schuldienst nach einem vertrauensvollen Gespräch mit seinen Vorgesetzten endgültig. Aber die inzwischen ein wenig eingerostete heimische Atmosphäre bei seiner Frau setzt Josef kaum weniger zu als die aufmüpfigen Schüler und so beginnt er, skurrile Nebenjobs anzunehmen. Auch für ihn völlig unerwartet findet er dabei neues Glück und Lebensfreude in der Leergut-Annahme des örtlichen Supermarktes. Sein Auftreten hat auch positive Auswirkungen auf die Menschen um ihn herum, ein wenig an „Die fabelhafte Welt der Amélie“ erinnernd, aber keinesfalls ein Abklatsch davon, wird seine Leergut-Annahme Ausgangspunkt für allerlei Überraschendes und Schönes im Leben der Menschen um ihn herum.
    „Leergut“ ist der erfolgreichste tschechische Film aller Zeiten und ein bezauberndes, komisches und romantisches Meisterwerk. Liebenswürdig und sympathisch werden die Charaktere des Films entwickelt und wird deren Geschichte erzählt. Nachdenklich, aber nicht schwermütig, sondern frohgemut und humorvoll entwickelt sich „Leergut“ dabei auch zu einem Bild des heutigen Tschechiens, in dem Globalisierung und Profitstreben den Menschen Flexibilität und Anpassungsvermögen abverlangen; hier jedoch weniger, um mithalten zu können, sondern um sich die Freude an den kleinen und großen Dingen des Lebens zu bewahren.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 den dt.-russ. Dokumentarfilm über die "Rubljovka".

    Dokumentarfilm, Deutschland 2007; Regie: Irene Langemann; Länge: 94 Minuten

    Inhalt: „Ich denke viel über Armut und Reichtum nach“, sagt die junge Frau am Steuer ihres silberfarbenen SUV. Ja, es gebe viel Armut in Russland, und ja, sie könne sich schon dreimal Urlaub im Jahr leisten; und zum Shoppen nach Paris fliegen, das ginge auch. Aber „reich“? Nein, „reich“ könne man das doch nicht nennen…
    Die junge Frau ist eine Bewohnerin der „Rubljovka“, der Straße vor den Toren Moskaus, die zunehmend zur Heimat und Spielwiese des russischen Polit- und Geldadels wird. Irene Langemanns Dokumentation wirft einen faszinierenden und zum Teil grauenerregenden Blick hinter die Kulissen dieser Gesellschaft. Sie entlarvt dabei Menschen ohne Moral und eigene Identität, die sich allein über Geld, Besitz und Macht definieren, sich als „Russische Aristokratie“ bezeichnen, Putin zujubeln und sich als mehr oder weniger legitime Nachfolger der Zarenzeit begreifen. Neben ihnen wohnen in der Rubljovka (noch) die verarmten Arbeiter und Rentner, die ohne fließend Wasser in baufälligen Holzhäuschen leben und notfalls mit Gewalt und Brandstiftung vertrieben werden, wenn ihre Grundstückchen zum Objekt der Immobilien-Spekulanten werden.
    Schon während der Dreharbeiten wurden Langemann und ihr Team massiv von Polizei und Sicherheitskräften bei den Dreharbeiten behindert. Russlands „Elite“ möchte nicht so gerne im Licht der Öffentlichkeit stehen. Dennoch äußerten sich in ihrer Arroganz und Ignoranz einige der von Langemann portraitierten Personen wohl offenherziger, als der russischen Prominenz lieb war: Es gab massive Versuche, den Film vom Markt zu kaufen.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 den Filmklassiker "Beruf: Reporter" mit den Oscar-Preisträger Jack Nicholson in der Hauptrolle.

    Originaltitel: The Passenger, FR, IT, USA, SP 1975. Darsteller: Jack Nicholson, Maria Schneider, Jenny Runacre, Ian Hendry, Steven Berkoff, Drehbuch, Regie, Schnitt: Michelangelo Antonioni. Laufzeit: ca. 125 Minuten

    Inhalt: Fernsehreporter David Locke (gespielt von Jack Nicolson) befindet sich in einer Krise. Als er in die Sahara reist, um dort ein Interview mit einem Freiheitskämpfer zu führen, muss er erleben, dass seine dortige Arbeit zum Scheitern verurteilt ist. Kurz vor der Abreise findet er im Nachbarraum seines Hotelzimmers einen toten Waffenhändler, welcher ihm zum verwechseln ähnlich sieht. Der Reporter sieht die Möglichkeit zu einem Lebenswandel und nimmt kurzerhand die Identität des Verstorbenen an. Ausgestattet mit des Gepäck, Pass und Terminkalender des Fremden, versucht er das Leben des Fremden fort zu führen. Es beginnt eine abenteuerliche Reise, die seinem gescheiterten Leben einen neuen Sinn geben soll.
    Der kürzlich verstorbene Michelangelo Antonioni gehört zu den grössten Regisseuren des europäischen Kinos. Sein in Cannes ausgezeichneter Film "Beruf Reporter" resümiert nach "Blow Up" und "Zabriskie Point" die Entwicklungen zwischenmenschlicher Kommunikation: in einer sich immer schneller wandelnden und modernisierenden Welt stellt er die Frage nach den Möglichkeiten zur Bewahrung von Identität. Durch eine metaphorische Bildsprache, die sich auch durch stark stilisierte Kamerafahrten und Perspektiven auszeichnet, kommentiert Antonioni die Innenwelt seiner Protagonisten. Auf diese Weise entsteht eine Offenheit des Erzählens, welche dem Zuschauer mehrere Zugangsweisen zum Werk ermöglicht.
    "Beruf Reporter" gilt als ein Vorreiter einer postmoderner Erzählweise im europäischen Kino und war wegweisend für zahlreiche folgende Produktionen.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 den deutschen Film "Hotel Very Welcome"

    D 2007; Regie: Sonja Heiss; Darsteller: Ricky Champ, Gareth Llewellyn, Eva Loebau, Chris O’Dowd, Svenja Steinfelder; Länge: 89 Minuten

    Inhalt: Svenja sitzt in einem tristen Hotelzimmer in Singapur und versucht, einen Anschlussflug nach New York zu bekommen. Josh und Adam sind zum Saufen, Mädchen-Aufreißen und Beach-Party-Machen nach Thailand geflogen. Nun hadern sie damit, dass alle drei Vorhaben nicht recht klappen – und mit der Tatsache, dass sie sich eigentlich nicht ausstehen können. Marion gibt sich den „Omm!“-Klängen und Therapien irgendeiner Wellness-Sekte hin und führt wertvolle Gespräche, um „Abstand zu ihrem früheren Leben zu gewinnen“. Und Liam, der Ire, schaukelt auf einem Kamel durch die Wüste und raucht so viel Stoff, dass er dabei auch schon mal Mäusedreck verkonsumiert, ohne es zu merken.
    Fünf Menschen, vier Reisen, ein gemeinsames Ziel: Etwas Neues erleben, Hauptsache, etwas anderes als bisher; am besten Erleuchtung und ein besseres Leben serviert bekommen. Ach – es muss ja schief gehen, und stattdessen gibt’s nur Hitze, Lärm, Stress, Enttäuschung und vor allem viel, viel Einsamkeit.
    Sonja Heiss gelang mit ihren nachdenklichen Portraits ein beeindruckendes Film-Debut, das einen scharfen Blick auf die Wahrheit hinter den ach so individuellen Selbsterfahrungstrips wirft. Was ihren Film dabei so sehenswert macht, ist die sehr genaue Beobachtung und der letztlich freundliche Umgang mit den gebeutelten Protagonisten, die Trotz ihrer Peinlichkeiten und Fehltritte nie wohlfeilem Spott preisgegeben werden. Und wer weiß – vielleicht wartet auf einige von ihnen ja doch ein besseres Leben…
  • Unser Progamm für das WS 08/09:

    27.10.08 – No Country for Old Men (OmU)
    03.11.08 - XXY
    10.11.08 - Lenin kam nur bis Lüdenscheid
    17.11.08 - Über Wasser
    24.11.08 - Schmetterling und Taucherglocke
    01.12.08 - Things we lost in the Fire
    08.12.08 - Fünf Patronenhülsen
    15.12.08 - Be Kind Rewind (OmU)
    12.01.09 - Wolke 9
    19.01.09 - Panzerkreuzer Potemkin
    26.01.09 - Der fliegende Händler

    immer montags um 19.30 Uhr im ZHG 011 für nur 2€ Eintritt

    Filminfos gibt es auf http://www.studentenwerk-goettingen.de/clubkino.html
  • Heute starten wir endlich in das neue Semester mit dem Abräumer der letzten Oscar-Verleihung, dem Meisterwerk der Coen-Brüder "No Country for Old Men". Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2 € Eintritt.

    USA 2007; Drehbuch und Regie: Joel und Ethan Coen; Darsteller: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin und Woody Harrelson; Länge: 117 Minuten

    Inhalt: Ein Drogengeschäft im Nirgendwo von West-Texas, die Drogenhändler sind alle tot, die Drogen noch da, das Geld ist weg, aber, so denkt sich der Wilderer Lewellyn, weit kann es nicht sein. Er hatte nur die Spur eines von ihm angeschossenen Tieres verfolgt und mehr tote Körper gefunden, als er erwartet hatte. Vietnam-Veteran, der er ist, behält Lewellyn die Übersicht und findet das Geld, zwei Millionen Dollar, und er weiß genau, es hat mich niemand gesehen, ich bin der erste, der hier ist, aber so übersichtlich wird es nicht bleiben. Tut es auch nicht. Der Killer Anton Chigurh, ein Fleisch gewordener Teufel, und der Sheriff Bell sind Lewellyn auf der Spur, eine wahrhaft außergewöhnliche Dreiecksbeziehung beginnt...
    Die Coens haben ihren brutalsten und zugleich lyrischsten Film gedreht. Meisterhaft setzen sie eine Genres sprengende Handlung in Szene, in der Gewalt niemals einfach nur tarantinoesque als triebhafter Blutrausch abgefeiert wird. Alle Protagonisten jagen und werden gejagt, aber sie finden weder Ziel noch Gegner, eine äußerst beklemmende, bisweilen alptraumhafte Atmosphäre entsteht und kontrastiert eindrucksvoll mit den Weiten der texanischen Landschaft. Dabei thematisiert der Film das Geld als Triebfeder auf ungewöhnlich subtile Weise, denn als der Sturm vorbei ist, scheinen die armen Dollarnoten fast noch unschuldiger in die Scheiße geraten zu sein, als Lewellyn. Oscar für den besten Film 2008, wir zeigen das englische Original mit deutschen Untertiteln.
  • Heute zeigen wir das argentinische Identitätsdrama "XXY". Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2 € Eintritt.

    E/F/RA 2007; Regie: Lucía Puenzo; Darsteller: Ines Efron, Ricardo Darín, Valeria Bertuccelli, Germán Palacios, Martín Piroyansky; Länge: 91 Minuten

    Inhalt: Alex ist 15 Jahre alt und gerade mit ihren Eltern von Buenos Aires nach Uruguay gezogen. Hier soll der Teenager endlich zur Ruhe kommen, auch um eine Entscheidung treffen zu können, die ein ganzes Leben bestimmt: Mann oder Frau sein zu wollen. Geboren mit dem „Androgenitalen Syndrom“ ist Alex bislang nämlich beides, auch weil beide Eltern der Entscheidung ihres Kindes nicht vorgreifen wollten. Jedoch bleiben auch in der ländlichen Abgeschiedenheit Entdeckung und Drangsalierungen nicht aus, was die gesamte Familie auf die Probe stellt und den Druck auf Alex weiter erhöht. Der Besuch eines befreundeten Chirurgen soll neue Perspektiven eröffnen, was aber vor allem dadurch geschieht, dass Alex sich in dessen Sohn Alvaro zu verlieben beginnt. Behutsam begleitet der Film dieses erwachende Begehren Alex´, die Verwirrungen, die dieses mit sich bringt, genauso wie den Trotz und Mut, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu verteidigen, nicht nur in dieser Situation, sondern im Leben selbst. Lucía Puenzo wurde für ihren Debütfilm „XXY“ unter anderem in Cannes 2007 mit dem großen Kritikerpreis ausgezeichnet, ihr Film war in ihrer Heimat Argentinien äußerst erfolgreich.
  • Heute zeigen wir den dt. Film "Lenin kam nur bis Lüdenscheid". Wie üblich im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2 € Eintritt .

    Deutschland 2008; Regie: André Schäfer; Drehbuch und Hauptdarsteller: Richard David Precht; Länge: 92 Minuten

    Inhalt: Lenin kam nur bis Lüdenscheid. Denn dort konnte man seinen Lehren lauschen – zumindest auf dem kommunistischen Zeltlager. Bis Solingen kam er nicht; dort gab’s stattdessen den ungebrochenen Glauben an Kapitalismus, USA und Coca-Cola. Gar nicht leicht, dort zu leben, wenn man die Fahne des Kommunismus hochhalten will und seine Kinder im Geiste der Leninschen Lehren und der Ideale der 68er erziehen möchte. „Lenin kam nur bis Lüdenscheid“ ist die Verfilmung von Richard David Prechts gleichnamiger Autobiographie. Entstanden ist eine liebevolle Dokumentation einer Kindheit und Jugend voller Idealismus, Politik und adoptierter vietnamesischer Kriegs-Waisen, dafür ohne Coca-Cola und zuweilen wohl auch ohne Realitätsbezug. Schäfers und Prechts Film ist so ein ebenso unterhaltsamer wie melancholischer Beitrag zum Thema „40 Jahre 68er“, aber auch ein interessanter Rückblick auf eine aufgewühlte Bundesrepublik der 60er- und 70er Jahre zwischen Ost und West, links und rechts – und auf jeden Fall sehr sehenswertes Kino.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr den Dokufilm "Über Wasser" im ZHG 011. Wie üblich für nur 2€ Eintritt.

    Dokumentarfilm, Österreich 2008; Regie: Udo Maurer; Länge: 120 Minuten

    Inhalt: „Über Wasser“ stellt drei Lebenswelten auf unserem Planeten gegeneinander, ihnen allen gemein ist der Umstand, dass Wasser keine Selbstverständlichkeit ist, die in genau der Menge und Temperatur, die man sich wünscht, aus einem Hahn kommt, sondern entweder gar nicht oder in viel zu großen Mengen vorhanden ist. Bangladesh, Nairobi und der kasachische Aral-See – die Probleme dieser Regionen sind prinzipiell bekannt, aber mit „Über Wasser“ leistet Udo Maurer doch weitaus mehr, als uns singuläre Probleme zu schildern, die wir aus dem Geografie-Unterricht zu kennen glauben. Maurers Dokumentation bezieht ihre Wirkung aus dem schonungslosen Blick auf und aus der Gegenüberstellung von erschreckenden Lebenswirklichkeiten. Der Film verdeutlicht die massiven Ungleichverteilungen auf unserem Planeten und die daraus resultierende Not der Menschen, die sich das Klagen und Bitten schon lange abgewöhnt haben, zeigt die hilflosen Entwicklungshelfer, welche die Wassermassen in Bangladesh ja auch nicht einfach nach Afrika zaubern können. Durch die globale Perspektive verschafft der Film dem Zuschauer einen besonderen Zugang zum Thema und zeigt mithin weitaus mehr, als der Titel verspricht.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr das frz. Drama "Schmetterling und Taucherglocke" im ZHG 011. Wie üblich für nur 2€ Eintritt.

    Frankreich/USA 2007; Regie: Julian Schnabel; Drehbuch: Ronald Harwood; Darsteller: Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Marie-Josée Croze; Länge: 112 Minuten

    Inhalt: Nach einem Schlaganfall leidet der 42jährige Jean-Dominique Bauby, bis dahin Chefredakteur der Zeitschrift „Elle“, an dem so genannten „Locked-in-Syndrom“. Er registriert seine Außenwelt wohl, kann aber nicht darauf reagieren, denn er vermag nur noch sein linkes Augenlid zu bewegen. Bauby fühlt sich, einem Schmetterling in einer Taucherglocke gleichend, mit seiner Phantasie in seinem Körper gefangen. Mit Hilfe einer Logopädin gelingt es ihm, ein System zu erlernen, durch das er kommunizieren, sich seiner Außenwelt wieder mitteilen und schließlich sogar ein Buch schreiben kann.
    Zunächst ist der Zuschauer jedoch ebenso wie Jean-Dominique visuell gefangen, sieht einen Großteil des Films durch dessen linkes Auge und hört, unhörbar für die Anwesenden im Krankenzimmer, die teils zynischen Kommentare des Patienten aus dem Off. Regisseur Schnabel hat ein großartiges Team von Künstlern für diesen Film versammelt und findet bezaubernd einfache, niemals billige Möglichkeiten, der realen Geschichte Baubys, dessen Buch kurz vor seinem Tod in Frankreich 1997 erschien, im Kino Flügel zu verleihen. Dabei beschreibt er dessen Situation auf feinfühlige Weise und gestaltet „Schmetterling und Taucherglocke“ als Gedicht, als Ode an das (immer lebenswerte) Leben, trotz oder gerade wegen seiner Tragik.
  • Heute zeigen wir um 19.30 Uhr im ZHG 011 das amerikanische Drama "Things we lost in the Fire" mit Halle Berry & Benicio Del Toro in den Hauptrollen. Wie üblich für nur 2€ Eintritt.

    USA 2007; Regie: Susanne Bier; Darsteller: Halle Berry, Benicio Del Toro, David Duchovny; Länge: 117 Minuten

    Inhalt: Audrey und Brian Burke sind seit 10 Jahren verheiratet und führen mit ihren beiden Kindern ein glückliches Leben. Eines Abends kommt Brian, als er Eis für seine Kinder holen wollte, nicht zurück. Er wurde beim Versuch, eine Frau vor ihrem gewalttätigen Ehemann zu schützen, erschossen. Bei seiner Beerdigung taucht Brians bester Freund Jerry Sunborne auf. Dieser war einst ein erfolgreicher Anwalt, hat jedoch durch seine Drogensucht alles verloren und wird von Audrey verachtet. Das einzige, was Audrey und Jerry eint, ist, dass beide mit Brian den wichtigsten Menschen in ihrem Leben verloren haben. Da Audrey alleine den Verlust von Brian nicht verarbeiten kann, holt sie Jerry trotz ihrer Abneigung in ihr Haus. Dieser beginnt einen Drogenentzug und übernimmt Verantwortung für Audrey und die beiden Kinder.
    Wie in den früheren Filmen von Susanne Bier – neben „Brothers“ und „Open Hearts“ vor allem der Oscar-nominierte „Nach der Hochzeit“ – geht es in „Things We Lost In The Fire“ um Menschen, die einer Katastrophe ausgesetzt wurden und nun versuchen, deren Folgen zu überwinden. In ihrem ersten amerikanischen Film hat Susanne Bier mit Halle Berry und Benicio Del Toro zwei großartige Hauptdarsteller, die glaubhaft die inneren Konflikte ihrer Rollen verkörpern. Trotz des Herkunftslands USA ist „Things We Lost In The Fire“ ein Film in europäischer Tradition: statt Effekthascherei dominieren in dem Film detaillierte Charakterzeichnungen und die Entwicklung der Figuren.
  • Heute zeigen wir als letzten Film des Jahres die Kultkomödie "Be Kind Rewind" mit Jack Black in der Hauptrolle im Orginal mit dt. Untertitel. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    USA 2008; Regie: Michel Gondry; Darsteller: Jack Black, Mos Def, Danny Glover, Mia Farrow und Sigourney Weaver; Länge: 96 Minuten
    Deutscher Titel: "Abgedreht"

    Inhalt: Passaic, New Jersey, ist eine kleine amerikanische Stadt, die von den turbulenten Zeiten überrollt und vergessen wurde. In Mr. Fletchers Videothek „Be Kind Rewind“ kann man deshalb tatsächlich noch VHS-Kassetten ausleihen, und weil die Videothek das Geburtshaus von Fats Waller ist, kann, wer sie besucht, dort Musik der Jazz-Legende hören. All das hindert die Städteplaner und Investoren leider nicht daran, das alte Haus zugunsten eines Einkaufszentrums abreißen zu wollen und der unprofitablen Videothek den Garaus zu machen. Da ist aber noch Jerry, der nicht nur der beste Freund von Mr. Fletchers Ziehsohn Mike, sondern auch ein Trottel ist. Daher gelingt es Jerry, den Inhalt auf allen VHS-Kassetten der Videothek bei einem kleinen „Unfall“ zu löschen. Nun haben VHS-Kassetten den Vorteil, dass man sie neu bespielen kann, zum Beispiel mit selbstgedrehten Fassungen der vorher darauf vorhandenen Filme, und wider Erwarten erfinden Jerry und Mike ein äußerst lukratives Geschäftsmodell…
    Michel Gondry, für seinen Ausstattungswahn bekannt, darf und muss nun mit den Requisiten spielen, dass es nur so kracht. Detailliert und liebevoll ist „Be Kind Rewind“ gleichermaßen Parodie aufs und Hommage ans Kino. Die herzerwärmende Geschichte der beiden Trottel Jerry und Mike ist so sorglos und verträumt erzählt, dass auch unterschwellig vorhandene Parolen à la „Wenn wir alle anpacken, wird unser Traum wahr“ ebenso zurückhaltend unaufdringlich präsentiert werden wie die augenzwinkernde Systemkritik. Eine wunderbare Komödie, die gute Laune nicht großspurig verspricht, sondern einfach macht.
  • Heute zeigen wir als ersten Film des Jahres das neue Meisterwerk von Andreas Dresen "Wolke 9". Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Deutschland 2008; Regie: Andreas Dresen; Darsteller: Ursula Werner, Horst Westphal, Horst Rehberg; Länge: 98 Minuten

    Inhalt: Inge ist Mitte sechzig und betreibt eine kleine Änderungsschneiderei von zu Hause aus. Verheiratet ist sie mit dem pensionierten Lehrer Werner, der einige Jahre älter ist als sie. Eines Tages weist Inge einen Kunden, dem sie kürzlich eine Hose geändert hat, barsch an der Tür ab. Sie mache keine Änderungsschneiderei mehr. Werner überhört das Gespräch an der Wohnungstür und weist seine Frau darauf hin, dass sie dann aber den Aushang im Kaufhof abnehmen müsse, wenn sie keine Kunden mehr wolle. Was Werner (noch) nicht weiß: Inge möchte diesen älteren Mann nicht nur als Kunden. Sie hat sich in ihn verliebt, mit Haut und Haaren, in den fast 10 Jahre älteren Karl – und das in ihrem Alter!
    „Wolke 9“ ist allerdings weit mehr als eine Stellungnahme zum Thema „Liebe (und Sex) im Alter“. In erster Linie ist der Film meisterhaft erzählt und bekommt durch seine Dichte (kein Wort, keine Geste ist redundant) einen überraschend zügigen Erzählfluss. Entlang des grundlegenden Handlungsstrangs, in dessen Mitte Inge in klassischer Dreiecksbeziehung zwischen Werner und dem Geliebten Karl steht und sich zu einer höchst tragischen Figur entwickelt, entfaltet der Film großen Facettenreichtum. Themen wie Sicherheiten (aufgeben), Ehrlichkeit (sich selbst gegenüber), Wünsche und Träume verfolgen (oder unterdrücken), kämpfen (und aufgeben) finden in der Tiefe der Materie ihren natürlichen Platz. Größte Stärke des Films ist die ungeheure Stilsicherheit, mit der Dresen seine Protagonisten durch die Handlung führt, ihnen niemals die Glaubwürdigkeit nimmt oder sie bloßstellt. Dabei ist auch der Verdienst der Kameraführung durch Michael Hammon kaum hoch genug einzuschätzen, der die wahrhaft außergewöhnlichen schauspielerischen Leistungen in Szene setzt und vor allem nie billigen Voyeurismus zulässt.
  • Heute zeigen wir als letzten Film des Semesters den französischen Film "Der fliegende Händler". Wie immer im ZHG 011 für nur 2€ Eintritt. Allerdings ist der Beginn heute erst um 20 Uhr!

    Frankreich 2007; Regie: Eric Guirado; Darsteller: Nicolas Cazalé, Daniel Dural, Clotilde Hesme, Jeanne Goupil; Länge: 98 Minuten

    Inhalt: Im Streit hat Antoine damals seine Eltern verlassen und seinem kleinen Heimatort den Rücken gekehrt. Nun lebt er in der großen Stadt, und alle seine Karriereträume haben sich zerschlagen. Statt im eigenen Supermarkt sitzt Antoine in einem seelenlosen, total vermüllten Appartement und ist ebenso unglücklich wie chronisch pleite. In dieser Situation bekommt er Besuch von seiner Mutter: Der Vater hat einen schweren Herzinfarkt erlitten und liegt im Krankenhaus. Er wird nie mehr in der Lage sein, den Krämerladen im Dorf und vor allem den rollenden Kaufmannsladen zu führen, mit dem er die winzigen Dörfer der Region abklappert. Die Idee der Mutter: Während sie den Laden führt, soll sich Antoine um den Wagen kümmern. Seine Begeisterung hält sich in engen Grenzen, wollte er doch weder mit Vater und dessen Laden noch mit der Gegend mehr irgendetwas zu tun haben. Mangels Geld und Alternativen willigt Antoine jedoch murrend ein und macht sich schlechtgelaunt und halbherzig ans Werk. Doch hat er die Rechnung ohne seine Freundin Claire und die starrsinnigen Alten rund um sein Heimatdorf gemacht. Und so wird Antoine viel schneller aufgegleist, als er zu Beginn jemals gedacht hätte…
    „Der fliegende Händler“ ist charmantes französisches Kino par excellence. Tragikomisch, nie seicht und mit viel Situationskomik erzählen Eric Guirado und seine hervorragenden Darsteller ein Sommer-Märchen und huldigen dabei der Landschaft und den Bewohnern des französischen Südens. Der Film glänzt neben den Hauptdarstellern auch durch einen weiteren Star: den hinreißend in Szene gesetzten klapperigen Verlaufswagen. Ebenso charmant ist aber auch die liebenswert-skurrile Kundschaft, mit der sich Antoine herumschlagen muss. Alles in allem 98 Minuten gute Laune und französischer Sommer – genau das Richtige für dunkle, kalte Tage!
  • Heute starten wir endlich in das neue Semester mit dem Gloden Globe-Gewinner für den besten fremdsprachigen Film, den israelischen, animierten Dokumentarfilm "Waltz with Bashir". Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2 € Eintritt.

    Unser weiteres Programm in diesen Semester:

    27.04.: O'Horten
    04.05.: Willkommen bei den Sch'tis (OmU)
    11.05.: Jerichow
    18.05.: Der Fremde Sohn (OmU)
    25.05.: It's a free world (OmU)
    08.06.: Milk
    15.06.: Man on Wire (OmU)
    22.06.: Der Knochenmann
    29.06.: Delicatessen
    06.07.: Die Todesreiter von Darfour
    13.07.: Außer Atem (OmU)

    Waltz with Bashir:
    Israel 2008; Regie und Drehbuch: Ari Folman; Dauer: 87 Minuten

    Inhalt:
    Ein Freund des Filmemachers Ari Folman wird jede Nacht von dem
    gleichen Albtraum geplagt: 26 wütende Hunde verfolgen ihn in seinen
    Träumen. Es sind jene 26 Hunde, die er, da er nicht auf Menschen
    schiessen wollte, während seines Einsatzes im libanesischen
    Bürgerkrieg 1982 auf Seiten Israels erschossen hat. Angeregt durch
    dieses Gespräch entdeckt Folman, daß auch er verschwommene
    Erinnerungen an seinen Einsatz als 20-Jähriger hat, die für ihn
    alllerdings keinen Sinn ergeben.
    "Waltz with Bashir" handelt von der Suche Ari Folmans nach der
    Wahrheit über das, was im Libanon vor über 20 Jahren geschehen ist. In
    Gesprächen mit alten Freunden, die ebenfalls direkt nach der Schule in
    den Kriegseinsatz geschickt wurden, entdeckt er, daß er nicht der
    einzige mit Erinnerungslücken ist. Trotzdem kommt doch nach und nach
    der grausamen Wahrheit an ein Massaker an palästinensischen
    Flüchtlingen auf die Spur, bei dem er eine helfende Rolle hatte.
    Besonders an "Waltz with Bashir" sind vor allem zwei Dinge. Erstens
    ist dieser Film eine animierte Dokumentation. Real aufgezeichnete
    Gespräche mit Beteiligten sind nachgezeichnet worden und ersetzten so
    klassische Interviews während zwischen diesen ebenfalls gezeichnete
    Rückblenden und Traumsequenzen gezeigt werden. Zweitens geht es hier
    nicht nur um die Frage nach Schuld sondern auch um die Wunde an den
    Seelen der Beteiligten, sich in Erinnerungslücken bemerkbar machen.
    Somit ist "Waltz with Bashir" auch eine sehr starke Aussage zur
    seelischen Grausamkeit von Kriegen für alle Beteiligten geworden.
  • Heute zeigen wir die norwegische Komödie "O'Horten". Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Norwegen 2007; Darsteller: Bard Owe, Espen Skjønberg, Bjørn Floberg, Githa Nörby, Espen Schönberg; Regie + Drehbuch: Bent Hamer; Länge: 90 Min.

    Inhalt: Das darf doch nicht wahr sein – ausgerechnet zu seiner allerletzten Fahrt vor der Berentung verpasst Lokführer O’ Horten seinen Zug! Und das als Ikone der Zuverlässig- und Pünktlichkeit. Als zwar nicht stolzer, aber immerhin frischgebackener Träger der „silbernen Lokomotive“! Na gut, eigentlich ist O’ Horten nicht wirklich schuld daran, verschlafen zu haben; eine merkwürdige Reihe verrückter Zufälle spielte ihn einen Streich. Und noch schlimmer – diese Zufallmisere soll erst der Anfang einer Verkettung unglaublicher Ereignisse sein, die O’ Horten bisher so wohlgeordnetes und einsames Leben völlig aus dem Gleis geraten lässt.
    Bent Hamers neuster Film (nach „Kitchen Stories“ und „Factotum“) zeichnet auf ebenso liebevolle wie nachgehende Weise die Angst eines Menschen vor tiefgreifenden Änderungen seines Lebens. Dabei verzichtet Hamer nicht auf den für ihn so typischen lakonischen Humor. Neben dem schrulligen und liebenswerten O’ Horten glänzen eine Riege von ebenso skurillen Protagonisten, die seinen Weg in ein neues Leben kreuzen; seien es seine mehr als Eisenbahn-verrückten Kollegen, die Frau des Tabakladens oder der alte Diplomat, der O’ Horten die Kunst des blinden Autofahrens demonstrieren möchte. „O’ Horten“ ist ein weiteres skandinavisches Film-Juwel – komisch, herzerwärmend und tiefgründig.
  • Heute zeigen wir den erfolgreichsten französischen Film aller Zeiten "Willkommen bei den Sch'tis" im Orginal mit Untertitel. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Originaltitel: Bienvenue chez les Ch’tis; Frankreich 2007, Dany Boon; mit Zoé Félix, Kad Merad, Dany Boon, Lorenzo Ausilia-Fore

    Inhat: Nordfrankreich, Nord-Pas-de-Calais: Permanent Minusgrade,
    Wetterphänomene wie Eisnebel und Einwohner die einen absolut
    unverständlichen Dialekt sprechen.
    Kein Wunder, dass der Postfilialleiter, Phillipe Abrahams, der bisher in
    der Provence gearbeitet hat, geschockt über seine Strafversetzung ist,
    nachdem er sich einen unverzeilichen Faux pas geleistet hat, um an die
    Côte d’Azur versetzt zu werden. Statt sommerlicher Temperaturen heißt es
    nun zwei Jahre Kälte und Dunkelheit im Norden. Kein Wunder das Frau und
    Kind ihn nicht begleiten. Wider erwarten entpuppen sich die Nordlichter
    als umgängliche und heitere Zeitgenossen, die ihn herzlich aufnehmen.
    Wie soll er das nur seiner Frau erklären als sie ihm nach einigen
    Monaten folgen will, obwohl er ihr monatelang von den barbarischen
    Bräuchen seiner Kollegen erzählt hat ?
    Es folgen: Trunkenheit im Dienst, Katzenfressende Bergarbeiter, eine
    romantische Liebesgeschichte: kein Wunder, dass diese urkomische
    Kommödie von Dany Boon der bisher erfolgreichste französische Film ist.
  • Heute zeigen wir den neuen Film von Christian Petzold, "Jerichow" mit Nina Hoss und Benno Führmann in den Hauptrollen. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    D 2008; Darsteller: Nina Hoss, Benno Führmann, Hilmi Sözer; Regie + Drehbuch: Christian Petzold; Länge: 93 Min.

    Inhalt: Jerichow, ein gottvergessener Ort an der Ostsee. Thomas ist hier gestrandet – kein Geld, keine Arbeit, bloß das verfallene Haus seiner Großmutter. Er trifft auf Ali, und der hilft ihm aus der Misere. Ali hat es geschafft – er ist mit einer Reihe von Imbissbuden reich geworden, hat ein schönes Haus ein ordentliches Auto – und Laura, seine bildhübsche Frau. Trotzdem gibt es Probleme: Die Budenpächter betrügen Ali, die Polizei hat ihn auf den Kieker – und zuviel Raki fließt durch Alis Kehle, vor allen, wenn ihn mal wieder das Heimweh packt.
    Thomas wird schnell eine Art „rechte Hand“ für Ali – und dabei lernt er auch Laura kennen…
    Mit „Jerichow“ zeigt sich Petzold einmal mehr als absoluter Meister der genauen Beobachtung – jede Einstellung, jedes Detail stimmt. Zusammen mit den hervorragenden Darstellern ergibt sich ein äußert dicht erzählter Thriller um Liebe und Verrat. Hinter kleinen alltäglichen Gesten und Floskeln tun sich Abgründe auf, und jeder der Protagonisten hat irgendwie seinen Preis. Nach „Wolfsburg“ und „Yella“ ist dieser Film ein weiterer Beleg, dass Petzold zu den besten deutschen Regisseuren überhaupt zählt.
  • Heute zeigen wir Clint Eastwood`s "Der fremde Sohn" mit Angelina Jolie in der Hauptrolle im Orginal mit Untertitel. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    (Originaltitel: Changeling) USA 2008; Darsteller: Angelina Jolie, John Malkovich, Gattlin Griffith; Regie: Clint Eastwood Drehbuch: Joseph Michael Straczynski; Länge: 142 Min.

    Inhalt: Los Angeles 1928. Christine Collins lebt allein mit ihren kleinen Sohn Walter. Mit ihren Job als Telefonistin bringt sie sich und ihren Sohn gut durchs Leben. Doch als sie eines Tages von der Arbeit kommt, findet sie das Haus leer vor. Nach Stunden und Tagen bangen Suchens wird immer gewisser: Walter ist spurlos verschwunden, und auch die Suchaktionen der Polizei bleiben ergebnislos.
    Als nach fünf Monaten Christines Hoffnung auf ein Wunder fast erloschen ist, bekommt sie die freudige Nachricht: Ihr Sohn ist wieder aufgetaucht! Doch die Wiedervereinigung mit Walter, von der Polizei medienwirksam inszeniert, gerät für Christine zum Alptraum. Vor ihr steht ein völlig fremder Junge. Und alle Versuche, den Polizeibehörden zu erklären, dass die Junge nicht Walter ist, laufen ins Leere…
    Unglaublich, aber Clint Eastwood verfilmte mit „der fremde Sohn“ eine wahre Geschichte über den Polizeisumpf und die Korruption in L.A. der 20er-Jahre. Angelina Jolie brilliert in der Rolle als emanzipierte Frau, die trotz aller Widerstände an der Such nach ihren Sohn festhält und einen grauenhaften Verbrechen auf der Spur kommt. „Der fremde Sohn“ ist großes US-Kino: pathetisch, gewaltig, aufrüttelnd – und unglaublich spannend.
  • Heute zeigen wir Ken Loach`s "It's a free world" im Orginal mit Untertitel. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Großbritannien 2008; Regie: Ken Loach; Darsteller: Kierston Wareing, Juliet Ellis, Joe Siffleet, Leslaw Zurek, u. a.; Dauer: 97 Minuten

    Inhalt: Die alleinerziehende Mutter Angie verliert ihren Job bei einer Arbeitsvermittlung. Frustriert von den Zuständen in ihren bisherigen Jobs dreht sie den Spieß um und gründet mit ihrer Freundin Rose ihre eigene Arbeitsvermittlung. Zunächst ohne eigenes Büro, sammeln die beiden in einem Hinterhof ausländische Arbeiter ein und vermitteln diese tageweise an andere Unternehmen. Mit der Zeit verliert besonders Angie an Moral und fängt an, illegale Arbeiter zu vermitteln. Als einer der Firmen kein Geld zahlt und deshalb Angie und Rose ihre Arbeiter nicht bezahlen können, geraten beide in eine Gefahr, aus der sie nur durch die Flucht in weitere Ausbeutung entkommen.
    "It's a free World" ist ein Film, der glücklicherweise keine einfachen Schwarz-Weiß-Antworten bietet. Ken Loach ("The Navigators", "Just a Kiss", "The Wind that shakes the Barley") zeigt ein schonungslos realistisches Bild der britischen Gesellschaft und somit jeder westlichen Gesellschaft. Die zumeist osteuropäischen Zeitarbeiter leben in erbärmlichen Zuständen, während Angie ihrem Sohn, der bei seinen Großeltern aufwächst, anstatt Zeit teure Geschenke bietet. Angie und Rose werden hierbei weder als reine Ausbeuter noch als als solidarische Unternehmer gezeigt. Sie sind eher Opfer des Kapitalismus, der sie zu skrupellosen Menschen gemacht hat.
  • Heute zeigen wir "Milk" mit Oscar-Gewinner Sean Penn in der Hauptrolle. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    USA 2008; R: Gus van Sant; B: Dustin L. Black; D: Sean Penn, James Franco, Josh Brolin; 127 min

    Inhalt: Harvey Milk ist eine der zentralen Ikonen der schwulen amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und war zudem der erste offen schwule Repräsentant in einem politischen Amt. Nach drei gescheiterten Versuchen wurde er 1977 in den Stadtrat von San Francisco gewählt. Neben den Errungenschaften, die er in den 11 Monaten seiner Dienstzeit erreichte, veränderte Milk vor allem durch seine charismatische Persönlichkeit, seine Sichtbarkeit und seine Vision eines gerechteren Zusammenlebens die politische Landschaft. Sein gewaltsamer Tod diente später als Katalysator einer neuen erstarkten und fordernden Bürgerrechtsbewegung.
    In enger Anlehnung an Roy Epsteins Dokumentation möchte der Film Harvey Milk als privaten Menschen zeigen, die individuelle Geschichte hinter der politischen Figur. Sean Penns schauspielerische Leistung ist hierbei schwer zu überschätzen. Seine Intuition ermöglicht es dem heutigen Zuschauer, einen Eindruck des Charismas zu gewinnen, die die Basis von Harvey Milks Aufstieg war. Völlig verdient wurden dann nicht nur Sean Penn, sondern auch Black für das Drehbuch mit einem Oscar ausgezeichnet.
  • Heute zeigen wir einen wahren Drahtseilakt, den Oscar-Gewinner 2009 in der Kategorie für den besten Dokumentarfilm, "Man on Wire" im Orginal mit Untertitel. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    USA 2008; Regie und Drehbuch: James Marsh; Dauer: 94 Minuten

    Inhalt: 1969 liest der französische Straßenakrobat Phiippe Petit im Wartezimmer seines Zahnarztes einen Artikel über den geplanten Bau des World Trade Centers. Sofort war ihm klar: Er wird die beiden Türme ein Seil spannen und auf diesem, 400 Meter über der Straße, balancieren.
    "Man on Wire" dokumentiert, wie es Philippe Petit und seinen Helfern gelang, diesen Coup zu planen und letztendlich am 7. August 1974 durchzuführen.
    In den fünf Jahren Planung besteigt Petit die Kathedrale von Notre Dame und balanciert zwischen den Pfeilern der Sydney Harbour Bridge. Sein Leben, ebenso wie die von seinem besten Freund und seiner Lebensgefährtin, konzentriert sich nur noch auf die Vorbeitung seines großen Coups. Die Geschichte dieser Vorbereitungen gleichen dabei mehr einem Banküberfall als einer Zirkusnummer, da niemand eine Erlaubnis für einen ungesichterten Seiltanz zwischen zwei Hochhäusern erlauben würde. Wie es dennoch gelang, diese das "künstlerische Verbrechen des Jahrhunderts" genannte Aktion durchzuführen, wird in "Man on Wire" mit der Leichtigkeit und Eleganz eines Seiltanzes erzählt.
  • Heute ermittelt der Brenner wieder. Wir zeigen heute die dritte Brenner-Verfilmung (nach "Komm, süßer Tod" & "Silentium") "Der Knochenmann" mit Josef Hader in der Hauptrolle. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Österreich 2009; Darsteller: Josef Hader, Birgit Minichmayr, Josef Bierbichler, Simon Schwarz; Regie: Wolfgang Murnberger; Drehbuch: Wolf Hass, Josef Hader, Wolfgang Murnberger; Länge: 117 Min.

    Inhalt: Ein mickriger Auftrag von seinem alten Freund Berti (Simon Schwarz) führt den Brenner (Josef Hader) in die schneebedeckte Provinz zur Grillstation Löschenkohl, die für ihre Backhendl berühmt ist. Der Schock: Im Knochenmehl der Hühner finden sich auch menschliche Spuren! Mit detektivischem Spürsinn deckt Brenner auf, was hier an Verbrechen vor sich geht. Doch dann verdreht ihm die fesche Köchin Gitti (Birgit Minichmayr) den Kopf.
    Da ist er wieder. Österreichs Kult-Detektiv Brenner geht nach „Komm, Süßer Tod“ und „Silentium“ wieder auf Ganovenjagd. Gewohnt satirisch bissig und derb. Mit "Der Knochenmann" ist Regisseur Wolfgang Murnberger und seinem Co-Autor bzw. Hauptdarsteller Joseph Hader erneut eine kongeniale Krimi-Groteske gelungen, die ihren Vorgängern um nichts nachsteht.
  • Das Clubkino bietet euch heute einen wahren filmischen Festschmaus, nämlich das Regiedebut des "Amelie"-Regiesseurs Jean-Pierre Jeunet. Wir bieten um 19.30 Uhr im ZHG 011 zu Tisch. Auf unserer Speiskarte stehen wahrlich echte, reinste & edelste "Delicatessen". Für wie immer nur 2€ Eintritt. Bon appétit.

    F 1991; Darsteller: Dominique Pinon, Marie-Laure Dougnac, Jean-Claude Dreyfus, Pascal Benezech; Regie: Marc Caro, Jean-Pierre Jeunet; Drehbuch: Gilles Adrien, Marc Caro, Jean-Pierre Jeunet; Länge: 99 Min.

    Inhalt: Draußen vor der Tür ist es ungemütlich nach dem Atomkrieg: Ruinen Brandflächen, totes Land. Und nur ganz wenig zu essen. Wie gut, dass es im Mietshaus des Fleischermeisters Wärme, Geborgenheit und sogar hin und wieder Fleisch gibt. Wen stört da schon, dass der Fleischer seine Mieter mit eiserner Faust beherrscht und hin und wieder ein paar Leute verschwinden? Kompliziert wird die Lage erst, als sich ausgerechnet der neue Hausmeister Louison – hauptberuflich Clown und Meister auf der „singenden Säge“ – in Julie, die Tochter des Fleischers verliebt…
    „Delicatessen”, längst französische Film-Legende war lange Zeit nicht im Kino zu sehen. Jean-Pierre Jeunet ( Amélie, Mathilde, Alien 4, Die Stadt der verlorenen Kinder), zeigt in seinen vielfach preisgekrönten Erstlingswerk bereits alles von seinen skurrilen, phantasievollen und rabenschwarzen Humor. Es ist schier unglaublich, was er an Geschichten und Action hier auf engsten Raum untergebracht hat. Und dabei reißt die Flut der Geschehnisse den Zuschauer zwischen Slapstick, Thriller und Drama hin und her. Wir freuen uns, Euch diesen cineastischen Leckerbissen endlich servieren zu können!
  • Heute zeigen wir dem Dokufilm "Die Todesreiter von Darfour". Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Dokumentarfilm/Politik - USA 2007 von Ricki Stern und Anne Sundberg;
    Länge: 82 min

    Inhalt: Während die sudanesische Hauptstadt Khartum dank des Ölvorkommens des Landes aufblüht und die Luxushotels sprießen, fehlt es in anderen Regionen des Landes an allen Ecken und Enden. Fehlende Infrastruktur und hohe Armut bringen besonders Rebellengruppen in Darfur dazu, für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen. Trotz eines Waffenstillstandsabkommens, geht die Regierung mit Hilfe von Reitermilizen gegen die Rebellen vor. Es beginnt ein Völkermord, dem bisher schätzungsweise 400.000 Menschen zum Opfer fielen und 2,5 Millionen Menschen in die Flucht treibt.
    Der Ex-US-Marine Brian Steidle bewirbt sich als militärischer Beobachter für die Afrikanische Union. Auf die Gräueltaten, die er dann miterleben muss, ist er nicht vorbereitet. Machtlos muss er mit ansehen, wie unzählige Dörfer von den so genannten Todesreitern zerstört werden und dabei unschuldige Menschen vergewaltigt und ermordet werden. Gegen alle Warnungen hat Brian Steidle seine Bilder veröffentlicht und es sich zur Aufgabe gemacht, den Völkermord in Darfur bekannt zu machen und den Menschen dort zu helfen.
    Neben seinen Fotos und Videos kommen sind Interviews mit namhaften internationalen Politikern und Menschenrechtlern zu sehen und besonders ergreifend sind die Interviews der überlebenden Dorfbewohner, die nach wie vor auf Hilfe hoffen.
    Eine erschütternde Dokumentation, die uns das Leiden der Menschen in Darfur sowie die Gleichgültigkeit der westlichen Welt vor Augen führt.
  • Unser Programm im WS09/10:

    26.10.: The Limits of Control (Omu)
    02.11.: Zerrissene Umarmungen (OmU)
    09.11.: Alle Anderen
    16.11.: Sunshine Cleaning
    23.11.: Elite Squad (Tropa de Elite) (OmU)
    30.11.: Whisky mit Wodka
    07.12.: Die Gräfin
    14.12.: Casablanca (OmU)
    11.01.: Ich habe sie geliebt (OmU)
    18.01.: Sturm
    25.01.: Durst (OmU)
    01.02.: Kleine Tricks

    Immer montags im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Das Clubkino im Netz:

    www.studentenwerk-goettingen.de/clubkino.html
    www.twitter.com/clubkino
  • Heute zeigen wir als ersten Film des Semesters den neuen Film von Jim Jarmusch "The Limits Of Control" mit Isaach De Bankolé und Gael Garcia Bernal in den Hauptrollen im Orginal mit Untertitel. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Regie: Jim Jarmusch, Darsteller: Isaach De Bankolé, Gael Garcia Bernal, Bill Murray, USA, 122 Min

    Inhalt: Ein geheimnisvoller Fremder reist nach Spanien. Er hat dort einen Auftrag zu erledigen. Welcher Art dieser Auftrag ist, bleibt im Dunklen. Alles deutet jedoch darauf hin, dass sich sein Vorhaben nicht ganz im Rahmen des Gesetzes bewegt. Auf verschiedenen Stationen seiner Odyssee übermitteln ihm allerhand mysteriöse Gestalten rätselhafte Botschaften. Doch ist ihnen zu trauen? Das irgendwie merkwürdige Gefühl über allem verdichtet sich allmählich immer mehr zu einer unheimlichen, düsteren Vorahnung...
    Jim Jarmusch ist über die Jahre seinem einzigartigen Stil treu geblieben. Mit seinem lakonischen Humor und dem ruhigen Erzähltempo begeistert er über Jahre hinweg eine kleine Fangemeinde. Zu dieser zählen nicht zuletzt ein paar der besten Charakterdarsteller, die sich bei jedem neuen Film des Meisters um eine kleine Nebenrolle reissen. So begegnen einem dieses Mal u.a. Tilda Swinton, Gael Garcia Bernal und Bill Murray. Der Focus des Films liegt jedoch bei seinem Protagonisten. Und Isaach De Bankolé muss sich vor seinen prominenten Vorgängern wie Johnny Depp oder Forest Whitaker nicht verstecken.
  • Heute zeigen wir Pedro Almodóvar`s neuen Film "Zerrissene Umarmungen" mit Penélope Cruz in der Hauptrolle im Orginal mit Untertitel. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Orginaltitel: Los abrazos rotos (Spanien 2009), 127 min, Regie & Drehbuch: Pedro Almodóvar, Darsteller: Penélope Cruz, Lluís Homar, Blanka Portillo, José Luis Gómez, Rubén Ochandiano, Tamar Novas

    Inhalt: Bei einem schweren Unfall verliert der Filmregisseur Mateo Blanco nicht nur sein Augenlicht, sondern auch seine große Liebe Lena. 14 Jahre später lebt er, scheinbar glücklich, als Drehbuchautor unter dem Namen Harry Caine. Mateo ist für ihn beim Unfall gestorben. Aus dieser vergangenen Zeit bleiben ihm nur seine ehemalige Produktionsleiterin Judit und ihr Sohn Diego, die Harry durch seinen Alltag helfen. Jedoch holen ihn die Geister des verdrängten Lebens ein. Eines Tages stellt sich der junge Ray X vor, um mit Harry ein Filmprojekt zu realisieren. Ray X kommt ihm seltsam bekannt vor und weckt in Harry Erinnerung und Schmerzen einer vergessenen Zeit. Er hatte eine tragische Affäre mit der schönen Schauspielerin Lena. Und da war ihr von Eifersucht getriebener Mann Martel, der auch zugleich Produzent seines Filmes „Mädchen und Koffer“ war. Zerrissene Umarmungen ist ein Melodram in verschiedenen Zeitebenen, das sich in einem Labyrinth von kleinen Nebenerzählungen verstrickt und mit kunstvollen Bildern tolle Schauspieler glänzen lässt. Absolut sehenswert!

    Das Clubkino im Netz:

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  • Heute zeigen wir "Alle Anderen", mit Birgit Minichmayr in der Hauptrolle, die dafür den Silberen Bären auf der diesjährigen Berlinale gewann. Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Deutschland 2009, Regie: Maren Ade, Darsteller: Birgit Minichmayr, Lars Eidinger, Hans-Jochen Wagner, Nicole Marischka, Länge: 119 Minuten

    Inhalt: Gitti (Birgit Minichmayr) und Chris (Lars Eidinger) sind ein ungleiches Paar. Gitti ist offen und extrovertiert und arbeitet als PR-Managerin bei einer Plattenfirma. Chris ist ein ambitionierter aber erfolgloser Architekt, der unsicher ist und sich nur von rationalen Entscheidungen leiten lässt. Die beiden leben als Paar hinter ihrer nach aussen hin perfekten Fassade. Doch während eines gemeinsamen Urlaubs in Sardinien beginnt diese zu bröckeln. Durch Zufall treffen sie dort auf ein befreundetes Pärchen: Hans ist ein im Gegensatz zu Chris erfolgreicher Architekt und extrem selbstbewusst und Sana ist eine an Hans angepasste Modedesignerin. Aufgrund dieser Begegnung beginnen Chris und Gitti ihre Beziehung und ihr Selbstbild zu hinterfragen und liefern sich einen immer stärkeren Schlagabtausch. Zu guter letzt bleibt nur noch die Frage, ob und wie sie ihre Beziehung überhaupt noch fortführen können.
    Das besondere an "Alle anderen" ist die äusserst subtile Erzählweise des Films. Die Regisseurin und Drehbuchautorin Maren Ade ("Der Wald vor lauter Bäumen") schafft es mittels scheinbar nebensächlicher Begebenheiten (ein neu gekauftes Kleid von Gitti, ein Picknick, die Begegnung mit Hans und Sana) ihre Figuren zu beschreiben. Ermöglicht wird dies auch durch die phänomenalen Schauspielleistungen der beiden Hauptdarsteller. Völlig zu recht wurde Birgit Minichmayr für ihre Rolle als Gitti mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

    Das Clubkino im Netz:
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  • Heute zeigen wir "Sunshine Cleaning" (von den Machern von „Little Miss Sunshine“). Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    USA 2008; Regie: Christine Jeffs; Darsteller: Amy Adams, Emily Blunt, Alan Arkin; 91 Minuten

    Inhalt: Rose ist unzufrieden mit ihrem Leben. Die allein erziehende Mutter hält sich mit einem Putzjob über Wasser und hat eine nicht sehr erfüllende Affäre mit einem verheirateten Polizisten. Als ihr verhaltensauffälliger Sohn von der Schule zu fliegen droht, beschließt sie ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und so gründet sie mit ihrer unzuverlässigen und ebenfalls erfolglosen Schwester Norah eine eigene Firma zur Reinigung von Tatorten und Messie-Wohnungen. Die eklige und nervenaufreibende Arbeit wird bald zum Erfolg und mit weiteren Aufträgen belohnt.
    Als Norah jedoch bei einer dieser Reinigungen ein Haus in Brand setzt, scheint alles wieder verloren zu sein...
    Mit einer guten Portion schwarzem Humor und viel Herz erzählen die Macher von „Little Miss Sunshine“ von Rose und ihrer skurrilen Familie. Ein unterhaltsamer Kinoabend ist mit dieser Komödie garantiert.

    Das Clubkino im Netz:
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  • Heute zeigen wir den Gewinner der Berlinale 2008 "Tropa de Elite (OmU)". Wie immer im ZHG 011 um 19.30 Uhr für nur 2€ Eintritt.

    Brasilien, 2007, Regie: José Padilha, Mit: Wagner Moura, Caio Junqueira, André Ramiro, u. v. m., Länge: 115 Minuten

    Inhalt: BOPE ist der Name einer Spezialeinheit die Nacht für Nacht für Ordnung
    in den Favelas, den Slums von Rio de Janeiro, sorgen soll. Immer wenn
    die reguläre Polizei versagt, müssen Captain Nascimento und seine
    Männer mit teils drastischer Gewalt anrücken. Aber Nascimento plagen
    immer aufs neue Panikattacken, die er nur mittels Beruhigungsmitteln
    übersteht. Seine schwangere Freundin drängt ihn außerdem aufzuhören.
    Aber dafür braucht er einen Nachfolger: Einen seiner beiden
    Jugendfreunde Matias oder Neto. Die beiden müssen durch ein hartes
    Ausleseverfahren, geraten aber aufgrund nicht immer legaler
    Polizeipraktiken und ständiger Korruption immer mehr in moralische
    Konflikte.
    "Tropa de Elite" schildert diese Geschichte in semi-dokumentarischen
    Bildern. Dadurch bekommt man immer aufs neue das Gefühl vermittelt,
    mitten in dem dauernden Sumpf aus Gewalt zu sein, der in den Favelas
    herrscht. Verstärkt wird dies durch die Figuren der Polizisten, die
    sich durch einen nicht enden wollenden Krieg mit Gangstern mit einem
    Leben außerhalb moralischer Konsequenzen abgefunden haben. Für diese
    Offenheit wurde "Tropa de Elite" mit dem Goldenen Bären als bester
    Film auf der Berlinale 2008 belohnt.

    Das Clubkino im Netz:
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