Der Weihnachtsmann hat Feierabend

Der Weihnachtsmann hat Feierabend

Der Weihnachtsmann hat endlich frei,
ist das Weihnachtsfest vorbei.
Dann sitzt er still bei sich zu Haus,
und ruht sich von der Hektik aus.

Die Ruhe jetzt genießen können,
will er sich ein Cognac gönnen.
und siehe da – im Barfach,
steht noch ne` Pulle Asbach.

Ein guter Schluck, der muss es sein
drum gießt er sich ein Gläs`chen ein,
Mund gespült und dann hinunter,
ihm wird warm und er wird munter.

Dann denkt er sich,- was ist dabei,
schaden können auch nicht zwei.
Und da die Lust noch nicht gestillt,
hat er ein zweites Glas gefüllt.

Auch dies erfüllte seinen Magen,
mit Wärme und mit Wohlbehagen.
Dann denkt er sich – es kann nicht schaden,
sich mit nem` Dritten noch zu laben.

Die Hemmung fällt, schon kriegt er Mut,
so tut auch noch ein Viertes gut.
Aufgewärmt fühlt er sich wohl,
heilsam dieser Alkohol.

Und wohlbeduselt,- ungeniert,
hat er ein fünftes Glas probiert.
Er füllt das Glas, doch passt nicht auf,
so nimmt das Unglück seinen Lauf.

Schöner Mist, hört man ihn lallen,
es ist ihm aus der Hand gefallen.
Nun macht die braune Flüssigkeit
sich auf dem Teppichboden breit.

Kein Grund jetzt zur Verzweifelung,
noch ist genügend da, vom Trunk.
Er füllt das Glas erneut bis oben,
ist stolz und muss sich selber loben.

Bevor er noch ein Sechstes trinkt,
er erst einmal zum Lokus hinkt,
Will`s nicht verschweigen – bin da ehrlich,
der Weg zum Klo war sehr beschwerlich.

Der Gang war etwas torkelig,
und er verlor den Überblick.
Von der Hose, den Verschluss,
vergaß er, wegen Schnapsgenuss.

Und so ging die Spirituose,
leider in die lange Hose.
Trösten kann bei so`n Malheur,
nur ein sechstes Glas Likör.

Doch dann ist Schluss, hat er gedacht,
zum Abschluss noch das Gläs`chen acht.
Ach nee, das muss er noch verschieben,
es fehlt ja noch die Nummer Sieben.

Das Hirn benebelt - blümerant,
fällt ihm die Flasche aus der Hand.
Ein Rülpser, laut wie Donnerschlag.
ihm drückend auf dem Magen lag.

Sein Blick ist glasig und verschwommen,
das ist dann wohl vom Schnaps gekommen.
Verzweifelt sucht er nach dem Grund,
und führt ein letztes Glas zum Mund.

Jetzt ist ihm warm-er friert nicht mehr,
nur das Aufstehn` fällt ihm schwer.
Und abermals, so will`s ihm scheinen,
hat er wohl Pudding in den Beinen.

Bevor er von dem Achten nippt,
ist er schräg vom Stuhl gekippt.
Und bei diesen Ärgernissen,
den Tisch gleich noch mit umgerissen.

Er kotzt noch schnell mal in`s Klosett,
und fallt dann trunken in sein Bett.
Bevor er in den Schlaf dann fällt,
er mehrmals noch ein „ Hicks“ laut lallt.

Tags darauf denkt er sich dann,
ich rühre nie mehr Cognac an.
Vielleicht nur noch zum Abgewöhnen,
hört man ihn vor Kopfschmerz stöhnen.




Kommentare

  • Sehr schön, danke dir! :-)

    Eine schöne Weihnachtszeit euch allen! Und genießt die Ruhe im Kellnerweg!
    Gab es da nicht auch noch ein Gedicht zum Kellnerweg, der Weihnachten völlig verlassen ist?
  • Ja,stimmt: vor einigen Jahren habe ich mal ein Gedicht über die Ruhe im Kellnerweg über Weihnachten
    geschrieben,- hier ist es :
    Weihnachtszeit,- ich lieb` dich sehr,
    Kellnerweg ist öd` und leer,
    alle "Kellner" sind bei Muttern,
    um zu feiern und zu futtern.
    Und die Häuser sind verlassen,
    Ruhe herrscht in allen Gassen,
    einsam brennt der Weihnachtsbaum,
    kein Radau im Feten-Raum.
    Und man mag es gar nicht ´fassen,
    freien Parkplatz gibt`s in Massen,
    selbst die Tonnen leer vom Müll,
    in die ich meinen Abfall füll` .
    Selbst mein Hund kackt ganz befreit,
    alle and`ren "Feinde" sind jetzt weit.

    Doch es dauert meist nicht lang`,
    dann sind zurück vom Müßiggang,
    gut genährt und wohlbehalten,
    alle Kellnerweg-Gestalten.
    Weihnachtszeit,- ich liebe dich,
    auf`s nächste Jahr schon freue mich !

    Ich wünsche allen KellnerInnen
    eine geruhsame Woche bis Sylvester
    und HAPPY NEW YEAR
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